Hände mit Handschuhen werden desinfiziert.

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Ständig krank und dann noch isoliert

Ständig krank und dann noch isoliert
Hypochondrie in Zeiten der Pandemie
Von Daphne Hruby

Eine ältere Dame geht nur mehr mit Gummihandschuhen aus dem Haus. Ein junger Mann wischt nach jedem Einkauf jedes einzelne Produkt mit Putzmitteln ab. Eine Frau desinfiziert wieder und wieder ihre Hände, bis die Haut aufreißt und zu bluten beginnt: Die Angst vor Bakterien und Viren hat in der Corona-Pandemie stark zugenommen. Eine Studie der Universität Mainz ist kürzlich zu dem Ergebnis gekommen: mehr als 50 Prozent der Menschen plagen derzeit Krankheitssorgen.

Gerade für Hypochonder, die ständig glauben irgendwelche Krankheiten zu haben, ist der Leidensdruck in der Krise hoch. Zur eingebildeten Krankheit kommt jetzt noch die Quarantäne. Dabei war der Alltag für Betroffene schon vor Covid-19 oft sehr belastend. Es gibt viele Formen und Ausprägungsstadien dieser psychischen Erkrankung. Weltweit leiden Schätzungen zufolge zwischen fünf und zehn Prozent der Bevölkerung an ausgeprägter Hypochondrie.

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