Vito Priante (Leporello), Federica Lombardi (Donna Elvira), Nadezhda Pavlova (Donna Anna), Michael Spyres (Don Ottavio), David Steffens (Masetto), Anna Lucia Richter (Zerlina) während der Fotoprobe.

APA/BARBARA GINDL

Kulturjournal Spezial

Julian Nida-Rümelin ++ Statistinnen ++ Franz Welser-Möst ++ Don Giovanni

Festredner Julian Nida-Rümelin im Interview
Reportage: Die Statistinnen bei "Don Giovanni"
"Elektra"-Dirigent Franz Welser-Möst im Gespräch
"Don Giovanni": Salzburger Aufführungsgeschichte

Beiträge

  • Festredner Nida-Rümelin im Gespräch

    Die Festrede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele hat gestern der Philosoph Julian Nida-Rümelin zum Thema "Eine humanistische Utopie" gehalten. Von 1998 bis 2002 war Nida-Rümelin in der Kulturpolitik tätig, zunächst als Kulturreferent der Landeshauptstadt München, ab 2001 ein Jahr lang als Kulturstaatsminister in der rot-grünen Bundesregierung unter Gerhard Schröder. Der gefragte Redner und Kommentator ist Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, Direktor am Bayerischen Institut für digitale Transformation und seit Mai 2020 stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Ethikrats. Als Autor wurde Nida-Rümelin gemeinsam mit Nathalie Weidenfeld 2019 in Österreich für "Digitaler Humanismus" mit dem Bruno-Kreisky-Preis für das beste politische Buch des Jahres ausgezeichnet. Ausgehend von den Bewältigungsstrategien der Coronapandemie, veröffentlichte er im April 2021 das Buch "Die Realität des Risikos. Über den vernünftigen Umgang mit Gefahren".

  • "Elektra"-Dirigent Welser-Möst im Interview

    Bei den Salzburger Festspielen erfolgt am Dienstagabend die Wiederaufnahme von Richard Strauss' "Elektra" aus dem Vorjahr. Die "Elektra" war ja die einzige Produktion aus dem ursprünglich geplanten Jubiläumsprogramm, die dann 2020 tatsächlich über die Bühne gehen konnte - als erstes großes Opernereignis seit dem Ausbruch der Pandemie. Wohl nicht nur deshalb wurde die Premiere letzten Sommer heftig bejubelt: Die Idee von Strauss und seinem Librettisten Hugo von Hofmannsthal, den antiken Stoff der Rächerin Elektra als packendes Psychodrama auf die Bühne zu bringen, spinnt der polnische Regisseur Krysztof Warlikowski konsequent weiter und fokussiert seine Inszenierung ganz auf die handelnden Figuren. Am Pult der Wiener Philharmoniker steht auch heuer Franz Welser-Möst.

  • "Don Giovanni" historisch

    Die heutige Premiere von Don Giovanni wird die 218. Aufführung im Rahmen der Salzburger Festspiele sein. Wie die anderen Mozart-Da Ponte-Opern "Le Nozze di Figaro" und "Cosí fan tutte" hat auch eben "Don Giovanni" eine lange Tradition bei den Salzburger Festspielen. 1922 ist das Werk erstmals im Stadttheater zu erleben gewesen. Viele Inszenierungen, große Interpreten und die berühmtesten Dirigenten haben die Salzburger Aufführungsgeschichte geprägt.

  • Statistinnen des Salzburger "Don Giovanni"

    Heute hat die mit Spannung erwartete Neuproduktion von Mozarts "Don Giovanni" Premiere. Dirigent Teodor Currentzis leitet sein musicAeterna-Orchester und den dazugehörigen Chor; Regie führt Romeo Castellucci, der mit seiner Salome-Inszenierung 2018 in Salzburg bereits großen Erfolg hatte. Bezüglich seiner Arbeit am "Don Giovanni" konnte man schon im Vorfeld eine Besonderheit erfahren: Castellucci bringt 150 Frauen auf die Bühne, die sich Don Giovanni quasi als Verkörperung seiner Liebschaften, die er zu bloßen Nummern in seinem Katalog degradiert hat, entgegenstellen. Neben Chor und Tanzstatisterie wurden also Frauen jeglichen Alters und unterschiedlicher Herkunft ohne besondere Vorkenntnisse gesucht, die einmal Bühnenluft schnuppern und an einer großen Produktion mitwirken wollen. Wie läuft die Arbeit hinter den Kulissen aber wirklich ab? Wie ticken Dirigent und Regisseur?

Sendereihe