Eine Illustration von Quinoa.

ORF/ISABELLE ORSINI ROSENBERG

Radiokolleg

Radiokolleg - Das ABC der Speisepflanzen

O wie Olive, P wie Paprika, Q wie Quinoa, R wie Reis (3). Gestaltung: Nikolaus Scholz, Renate Pliem, Ilse Huber, Kim Shirin Cupal

Q wie Quinoa
Die spanischen Eroberer brachten die 5.000 Jahre alte Kulturpflanze als "Inkaweizen" nach Europa. Das Fuchsschwanzgewächs überquerte in ihren Schiffen den Stillen Ozean, nachdem sie in den hohen Anden geerntet worden waren. Trotzdem fristete das Pseudogetreide bis in die 1990er Jahre in Europa ein Schattendasein. Und heute wächst es auch in Österreich. Die kleinen kugeligen Körner haben es in sich: vor ein paar Jahren wurde Quinoa zur Pflanze des Jahres gekürt, sind ihre gemahlenen Samen eine Alternative zu glutenhaltigem Mehl. Anders als echtes Getreide wie Weizen, Roggen, Hafer, Gerste gehört Quinoa nicht zu den Süßgräsern, sondern zu den Amaranthgewächsen, ist glutenfrei und wird deswegen auch Pseudogetreide genannt.

Die Quinoa-Samen können poppen wie das Maiskorn, wenn auch nicht so üppig, und wie Reis gekocht werden. Warum erst jetzt Quinoa auf dem Teller landet? Der Vegan-Trend ist dafür verantwortlich: das tierische Eiweiß wird durch pflanzliches ersetzt und die Energie stammt nicht aus Fett, sondern aus Kohlehydraten. Also ein attraktives Nahrungsmittel, wären da nicht die bitteren Saponine in der Schale. Sie schützen die Pflanze vor Fraß und müssen vor dem menschlichen Verzehr entfernt werden.
Gestaltung: Ilse Huber

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