Passagen

Im Zeit-Raum: Warum wir Wahrheit brauchen

Aus dem RadioKulturhaus Wien
Orientierung in einer verwirrenden Welt
Johannes Kaup im Gespräch mit der Philosophin Natalie Knapp

Seit Beginn der Ära des US-Präsidenten Donald Trump wird darüber diskutiert, ob wir in einem "postfaktischen Zeitalter" leben. "Fake News", Desinformationskampagnen, Wahrheitsbehauptungen, die sich auf Verschwörungstheorien stützen und "Deep fakes", also mithilfe von Künstlicher Intelligenz hergestellte Bilder oder Videos, die vortäuschen echt zu sein, tatsächlich aber manipuliert sind - Phänomene wie diese zeigen, dass eine intersubjektive Einigung über "wahr" und "falsch" nicht mehr als selbstverständlich vorausgesetzt werden kann.

Propaganda, Halbwahrheiten, Betrug, Illusionen, Täuschungsmanöver - sie können nur wirken, weil sie als wahr verkauft werden und dem Betrogenen plausibel erscheinen.
Aber auch ganz ohne Fiktionen, die beanspruchen wahr zu sein, ist es hoch an der Zeit über Geltungs- und Wahrheitsansprüche neu nachzudenken. Die COVID19-Pandemie hat uns deutlich vor Augen geführt, wie wichtig es ist, auf Informationen vertrauen zu können, wenn sie unser Leben so existenziell bestimmen wie bei den staatlich verordneten Lock-Down-Maßnahmen. Und es hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, die unterschiedlichen Informationen gut einordnen zu können, um ein Bild der Situation zu bekommen, das der Wahrheit nahekommt.

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