Nomadic Dome, musikprotokoll

ORF/MUSIKPROTOKOLL/MARTIN GROSS

Zeit-Ton

Nomadic Sounds beim musikprotokoll

musikprotokoll 2021. Nomadic Sounds von KMRU, Gischt und Hüma Utku. (Teil 1)

Auch heuer wieder wurden drei Shape Artists eingeladen, für die Ambisonics-Anlage im Dom im Berg neue Kompositionen zu schaffen. "rhythm of space" von KMRU erforscht die Wechselbeziehung zwischen Raum und Zeit und unterzieht dafür die Klänge einer bestimmten Umgebung einer genauen rhythmischen Analyse. Erstmals getroffen haben wir den ursprünglich aus Nairobi stammenden Musiker 2018 beim Nyege Nyege Festival im ugandischen Jinja, wo Shape mit einem Showcase zu Gast war. Nun ist KMRU, der mittlerweile in Berlin studiert, selbst Shape Artist. Field Recordings der Gischt - aufgenommen im Rahmen einer Künstler/innen-Residenz beim Shape Partnerfestival Skanu Mezs in Riga im Sommer 2021 - bilden den musikalischen Ausgangspunkt für "plusma" von Ursula Winterauer, die unter dem Pseudonym Gischt veröffentlicht. Das Stück ist eine autofiktive Darstellung des jähen Brechens gerade noch friedlich wogender Wassermassen. Hüma Utku erkundet in ihrem Stück "Uzak" das ambivalente menschliche Gefühlserleben, das "zwischen der Sehnsucht nach physischer Distanz und dem gleichzeitigen Wunsch nach Nähe und Zugehörigkeit oszilliert".

Shape ist eine Plattform für spannende neue Projekte aus dem Bereich der Musik und audiovisuellen Kunst des Festivalnetzwerkes ICAS der International Cities of Advanced Sound, die 2014 vom musikprotokoll mitgegründet wurde. Sie wird durch das Programm "Creative Europe" der Europäischen Union gefördert.

Gestaltung: Susanna Niedermayr

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