Zeit-Ton

Aktuelle Produktionen von Elisabeth Harnik

Elisabeth Harnik. Eine Porträt-CD und eine radiophone Gemeinschaftskomposition

Die steirische Pianistin, Improvisatorin und Komponistin Elisabeth Harnik hat im Juni 2021 zu einem partizipativen Kreationsprozess eingeladen, der in einer Live-Sendung zu seiner musikalischen Umsetzung durch die Künstlerin selbst gefunden hat. Für "inspiring the inspired" lud sie dazu ein, Klangereignisse, Texte oder Bilder zu schicken, die sie als Ausgangspunkt für ihre Improvisationen verwendete. Entstanden ist ein abwechslungsreiches Panoptikum musikalischer Skizzen.

Im Herbst 2021 ist nun ein neues Album mit zwei langen Werken von Elisabeth Harnik auf dem Label Trost Records erschienen: Das Ensemblestück "Superstructure" aus dem Jahr 2006 ist im Rahmen eines Jeunesse-Porträt-Konzerts der Reihe "Fast Forward" in Kooperation mit Radio Österreich 1 uraufgeführt und aufgenommen worden. Interpretiert wurde das knapp halbstündige Werk vom All Ears Area Ensemble mit Elisabeth Harnik (Klavier), Petra Stump (Klarinetten), Krassimir Sterev (Akkordeon), Michael Moser (Violoncello), Christian Wolfarth (Schlagzeug), Josef Novotny (Elektronik), Klaus Janek (Kontrabass). In "Superstructure" wechseln Passagen freier Improvisation mit komponierten, entwickeln sich Klänge aus zarten Tönen, die trotz ihrer Fragilität voll energetischer Spannung sind.

"Holding up a bridge" ist das zweite Werk der Komponistin auf dieser Platte: durch langgezogene Phrasen der Trompete und Posaune, direkt in den Klavierkorpus als Resonanzraum hineingespielt, entsteht der Eindruck irisierender Elektronik. Die Komposition wurde 2018 vom Wiener Ensemble Studio Dan in Auftrag gegeben und aufgeführt. Es spielten Thomas Frey (Flöte), Viola Falb (Altsaxophon), Dominik Fuss (Trompete), Daniel Riegler (Posaune), Michael Tiefenbacher (Klavier), Hubert Bründlmayer (Schlagzeug), Sophia Goidinger-Koch (Violine), Maiken Beer (Violine) und Philipp Kienberger (Kontrabass).

Gestaltung: Marie-Therese Rudolph

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Elisabeth Harnik

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Gestaltung

  • Marie-Therese Rudolph