Zeit-Ton

Hommage an Anestis Logothetis

Wien Modern 2021. Generationenwechsel mit Anestis Logothetis

Am 27. Oktober jährt sich der Geburtstag von Anestis Logothetis (1921-1994) zum 100. Mal. Der österreichische Komponist griechischer Herkunft entwickelte Ende der 1950er Jahre eine eigene grafische Notation, mit der er bis zuletzt komponierte. Er schrieb elektroakustische und computergestützte Kompositionen ebenso wie multimediale Bühnenwerke und Musikhörspiele. 1963 begleitete ein Band mit seiner Musik die erste öffentliche Performance des Aktionskünstlers Hermann Nitsch.

Im Rahmen von Wien Modern waren am 20. November im Wiener Echoraum unter anderem Uraufführungen aus dem Frühwerk von Logothetis zu erleben. Mit dabei waren Christos Marantos und Pneuma gemeinsam mit Manu Mayr. Der Konzertabend war eine Reflexion über mehrere Generationen: Die Enkel von Anestis Logothetis, Leonie und Serafin Spitzer, nahmen in zwei Installationen Bezug auf ihren Großvater, - unter anderem mit einem Video, in dem die Dirigentin Marin Alsop auf die klanggewaltige Musik von Schtum trifft.

Und die Aufführung war auch Teil der Reihe "Generationenwechsel" des Wiener echoraum. Nach einer längeren Phase des Übergangs werden ab Anfang kommenden Jahres nun Sara Zlanabitnig und Alisa Beck dessen administrative und künstlerische Leitung übernehmen. Von ihren Plänen haben sie bereits im Zeit-Ton extended am vergangenen Sonntag berichtet, in dem echoraum-Mitbegründer Werner Korn auch Anekdoten aus der reichen Geschichte dieses für die diversen Szenen der neuen und experimentellen Musik so wichtigen Veranstaltungsortes erzählt hat.

Gestaltung: Philipp Weismann

Service

Wien Modern

echoraum

Sendereihe

Gestaltung