Zeit-Ton

Komponistin mit Eigenständigkeit und Modernität

Neue Musik auf der Couch. Thomas Wally analysiert das String Quartet von Ruth Crawford Seeger

Ruth Crawford Seeger: Ein Name, der zwar vereinzelt in Konzertprogrammen auftaucht, mit Hinblick auf die beeindruckende Eigenständigkeit und Modernität der Ästhetik aber deutlich öfter im Konzertleben vertreten sein müsste. Ruth Crawford Seegers String Quartet (1931): Ein kammermusikalisches Werk, das hier und da vereinzelt zur Aufführung gebracht wird, sich aber eigentlich im Repertoire jedes professionellen Streichquartetts finden müsste. Vier kurze Sätze, jeder einzelne mit einem ganz eigenen, ja sogar eigenwilligen Erscheinungsbild, einem teilweise fast widerborstig anmutenden Charakter, kontrapunktisch dichtest gearbeitet; klar, visionär, großartig.

Thomas Wally, neben seiner Tätigkeit als freischaffender Komponist und Violinist auch an der Wiener Musikuniversität als Senior Lecturer in musiktheoretischen Fächern aktiv, betrachtet das String Quartet von Ruth Crawford Seeger aus (hör)analytischer Perspektive: Was hören wir, wenn wir dieses Werk hören? Worauf können wir achten? Was sind Besonderheiten, denen wir Aufmerksamkeit schenken sollten? Den Hörer/innen werden analytische Tools bereitgestellt, mit deren Hilfe diese Musik mit einem geschärften Fokus wahrgenommen werden kann.

Gestaltung: Thomas Wally, Redaktion: Rainer Elstner

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