Ein Kämpfer hält Stellung nahe Faysh Khabur.

AFP/SAFIN HAMED

Journal-Panorama

Kurdische Selbstbestimmung in Syrien: Zwischen Herrschaftsanspruch und Ungewissheit.

Die Autonome Verwaltung Nordostsyrien steht zwischen den Fronten und sieht einer ungewissen Zukunft entgegen. Gestaltung: Kristin Helberg

Im Nordosten Syriens haben Kurden in den vergangenen Jahren eine Selbstverwaltung etabliert. Diese "Autonome Verwaltung Nordostsyrien" kontrolliert fast ein Drittel des syrischen Staatsgebiets, wird aber von niemandem anerkannt. Wegen ihrer Ölvorräte und der großen landwirtschaftlichen Nutzflächen ist die Region strategisch wichtig für ganz Syrien - und damit auch für Machthaber Bashar al-Assad in Damaskus. Assad will das Gebiet mittelfristig wieder unter seine Kontrolle bringen, derzeit toleriert er aber die kurdische Verwaltungszone, um sich keine neue Front aufzumachen.
Die kurdische Verwaltung steht unter dem Einfluss der Partei der demokratischen Union (PYD), die als Schwesterpartei der PKK gilt. Das erschwert eine Unterstützung aus Europa und den USA, wo die PKK als Terrororganisation gelistet ist. Angriffe durch die Türkei, eine drohende Übernahme durch das Assad-Regime und der Umgang mit zehntausenden IS-Anhängern in der Region erschweren den Alltag der Menschen.

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