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Radiogeschichten

Neues von Karl-Markus Gauß

Ex Libris Nachlese - Karl-Markus Gauß: "Die Jahreszeiten der Ewigkeit", Zsolnay Verlag. Es liest der Autor

Die Jahre von seinem 60. zu seinem 65. Geburtstag bilden den Rahmen des neuen Journals von Karl-Markus Gauß. Doch verführt er uns, ihm weit zurück in die Geschichte zu folgen und mit ihm den Blick auf die Verwalter der Zukunft zu werfen. Von der Weltbühne zur Ortsbesichtigung ist es für Gauß meist nur ein Absatz: Helmut Schmidts Begräbnis schließt er kurz mit Henry Kissingers Rolle in Vietnam, die Kriegsversehrten, denen er einst auf dem Schulweg begegnete, mit der Flüchtlingskrise von 2015, den Tod eines Freundes mit den digitalen Ingenieuren der Unsterblichkeit. Gauß schreibt sanft und präzise, abschweifend und von aphoristischer Schärfe. Und immer elegant.

Karl-Markus Gauß wurde 1954 in Salzburg geboren, er ist Herausgeber der Zeitschrift Literatur und Kritik. In seinen Büchern hat er die Ränder Europas erkundet, die eigene Vergangenheit und immer wieder und vor allem: unsere Gegenwart. Im März wird Karl-Markus Gauß mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet. Anlass für den Preis ist sein Buch "Die unaufhörliche Wanderung" - eine Sammlung von Reportagen über besondere Orte und Menschen in Europa. Es ist 2020 erschienen, ebenfalls im Zsolnay Verlag.

Gestaltung: Karin Buttenhauser

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Karl-Markus Gauß. Die Jahreszeiten der Ewigkeit. Zsolnay Verlag, 2022
Karl-Markus Gauß. Die unaufhörliche Wanderung. Zsolnay Verlag, 2020

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