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Radiogeschichten

Der Ö1 Essay von Ursula Krechel

Der Ö1 Essay
Ursula Krechel: "Gehen. Träumen. Sehen. Unter Bäumen"
Es liest Chris Pichler

Weitläufig sind die Räume, die Ursula Krechel in ihrem neuen Essayband "Gehen. Träumen. Sehen. Unter Bäumen" aufschließt. Man folgt ihr, wenn sie etwa der Gangart Casanovas nachforscht, mit der dieser sich durch seine Zeit bewegt hat, wenn sie sich erinnert, wie sie mit Rolf Dieter Brinkmann gegen dessen Widerstand ein Interview zu führen versucht hat, wenn sie sich bei Betrachtung eines Porträtbildes fragt, wer wen erkennt, wenn ein Maler den Malerfreund malt, und darüber nachdenkt, wie man in Diktaturen träumt, von einer nie angetretenen Reise zum Ursprung des Apfels erzählt, Dichtern und Apfelzüchtern nachspürt oder Spuren in die Welt von Uwe Johnson, Daniil Charms, Federico García Lorca oder Katherine Mansfield folgt. Gleich welcher Gegenstand, Ursula Krechels Essays sind Aufzeichnungen einer gedanklichen Bewegung, die immer dem genaueren Sehen dient, Annäherungen, Umkreisungen, Betrachtungen im Versuch, das zu beschreiben, was sich dem ersten Blick entzieht. Und nie genügt ihr, was sie bereits weiß.
Gestaltung: Peter Zimmermann

Service

Ursula Krechel, "Gehen. Träumen. Sehen. Unter Bäumen", Essays, Jung & Jung Verlag

Sendereihe

Gestaltung

  • Peter Zimmermann

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