Uferschwalbe

GERHARD ROTHENEDER

Vom Leben der Natur

Die Schwalben kommen

Akrobaten zwischen Hof und Himmel.
Der Wildtierbiologe Helmut Steiner spricht über Schwalben und ihre Nähe zu den Menschen.
Teil 5: Ein ökologisches Netzwerk
Gestaltung: Lothar Bodingbauer

Schwalben haben schon lange eine enge Beziehung zu den Menschen, da sie in unserer Gegend fast nur in Häusern leben. Häuser sind "Kunstfelsen" mit besonderer Schutzwirkung vor natürlichen Feinden. Mit dem Rückgang der offenen Ställe geht auch die Zahl der Schwalben im bäuerlichen Umfeld zurück.

Hauptsächlich vier Schwalbenarten leben in Mitteleuropa: die Felsenschwalbe, die Uferschwalbe, die Mehl- und die Rauchschwalbe. Alle Arten sind Zugvögel, die in unserem Winter in Afrika, südlich der Sahara überwintern.

Für die Evolutionsforschung sind Schwalben wichtige Modellorganismen. Ihre charakteristischen Schwanzfedernspieße erzählen etwas über den Reproduktionserfolg der Männchen, besonders stark bei der Rauschwalbe. Die Gabelungen sind ein Ornament, ein Fitness-Signal: Die Länge der Schwanzfedern ist ein Selektionsmerkmal.

Die Flughöhe der Schwalben ist tatsächlich ein Zeichen für "schönes Wetter", während bei Schlechtwetter vor allem die Rauchschwalbe tief über dem Boden fliegt, wo es dann besonders über Wiesen mehr Insekten gibt.

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GESPRÄCHSPARTNER:
Dr. Helmut Steiner
Institut für Wildtierforschung und -management
A-4533 Piberbach

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