Ein Blick auf Tokio von einem Hochhaus aus

APA/AFP/ODD ANDERSEN

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Radiokolleg - Hoch, höher, Hochhäuser

Bauen in die Vertikale (2). Gestaltung: Andreas Wolf

Das Hochhaus ist Ausdruck der kapitalistischen Bodenökonomie, gleichzeitig sind Hochhäuser die archaischsten Formen des Bauens. Denn seit dem Bau der ersten modernen Hochhäuser Ende des 19. Jahrhunderts, gelten sie als eine Art Siegeszeichen privater Wirtschaftsmacht. Egal ob Investoren, Banken oder internationale Konzerne, lange Zeit konnte man ihren geschäftlichen Erfolg an der Höhe ihrer Zentralen ablesen.
Gleichzeitig gelten Hochhäuser auch als staatliche Repräsentationsobjekte, die man auch für touristische Zwecke gut nutzen kann. So wurde das mit 828 Metern Höhe, aktuell höchste Haus der Welt, der Burj Khalifa in Dubai, zu einer globalen Ikone. Eine ähnliche Funktion nahm über viele Jahrzehnte hinweg das Empire State Building in New York ein.

Doch hinter hohen Häusern steht eine enorme Technik. Die Wasserversorgung bis in die obersten Stockwerke ist aufwändig, zudem bedarf es enormer Fundamente, um die Lasten der Gebäude zu tragen. Extreme Windbedingungen in den oberen Stockwerken verunmöglichen oft die Nutzung von Balkonen. Dazu kommen enorme Anforderungen an die Band- und Gebäudesicherheit. Für Investoren rentieren sich Hochhäuser deshalb nur bis zu einer bestimmten Höhe. Um die Baukosten möglichst gering zu halten wird deshalb immer mehr auf vorgefertigte Elemente zurückgegriffen. Revolutionieren könnte den Hochhausbau der Zukunft auch eine neue Erfindung - der Carbonbeton.

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