Graffiti zeigt die ukrainische Fahne, die zusammengeflickt wird

APA/AFP/SERGEI SUPINSKY

Europa-Journal

Geschichtspolitik, Spanien, Niederlande, Wasserstoff

Geschichtspolitik in Osteuropa: Der Krieg in der Ukraine verändert den Blick auf die Vergangenheit +++ Spanien: Die Rechte im Aufwind +++ Niederlande: Wie geht Europas größter Hafen mit den Russland-Sanktionen um? +++ Italien-Slowenien-Kroatien: Auf der Suche der Energie der Zukunft
Moderation: Markus Müller-Schinwald

Geschichtspolitik in Osteuropa: Der Krieg in der Ukraine verändert den Blick auf die Vergangenheit

Der Blick auf Osteuropa war in den deutschsprachigen Ländern jahrzehntelang vom Zweiten Weltkrieg und seinen Folgen bestimmt. Im Fokus standen die Verbrechen der Wehrmacht und der Sieg der Sowjetunion über das nationalsozialistische Deutschland. Kleinere Länder zwischen Moskau und Berlin kamen dabei nur wenig vor. Dieses Bild hat auch die Diskussion seit der russischen Aggression gegen die Ukraine seit dem Jahr 2014 geprägt. Es wäre hoch an der Zeit, dieses Geschichtsbild zu ergänzen und zu erweitern, fordern immer mehr Historiker. Denn der Blick auf die Ukraine wird auch bei uns immer noch von den Bildern der sowjetischen Propaganda geprägt. Warum mehr Graustufen in der Diskussion für die aktuelle Politik wichtig wären, erklärt die Historikerin Franziska Davies von der Ludwig-Maximilians-Universität München.


Spanien : Die Rechte im Aufwind

Am Sonntag finden in der spanischen Region Andalusien Regionalwahlen statt. Jahrzehntelang war Andalusien eine Hochburg der Linken, doch seit 2018 wird sie von einer rechten Koalition unter Führung der konservativen Volkspartei regiert. Auch diesmal dürfte den Sozialisten keine Revanche gelingen, die linken Parteien sind zerstritten. Dagegen dürfte sich der Aufstieg der rechts-populistischen VOX fortsetzen. Erstmals könnte sie nach der Wahl auch offiziell Teil einer Regionalregierung werden, berichtet Josef Manola.


Niederlande: Wie geht Europas größter Hafen mit den Russland-Sanktionen um?

Seit Beginn des russischen Angriffes auf die Ukraine hat sich die EU auf mehrere Sanktionspakete gegen Moskau geeinigt. Der Handel mit Russland wird so immer weiter eingeschränkt. Das spürt auch Europas größter Hafen in Rotterdam: Es kommen immer weniger Güter aus Russland an, dafür deutlich mehr Flüssiggas aus andern Ländern. Und die Gewerkschaft versucht immer wieder, die Entladung russischer Schiffe zu verhindern, berichtet Marten Hahn.


Italien-Slowenien-Kroatien: Auf der Suche der Energie der Zukunft

Ein Auto ohne Emissionen, ein Tanker, der nichts verschmutzt, ein Hochofen der sauber brennt? Das ist die Zukunft, die die Forschung im Wasserstoff sieht. Solange dieser mit erneuerbaren Energien hergestellt wird, ist er auch wirklich grün. Derzeit in der Produktion noch teuer, aber die Forschung arbeitet auch daran, die besten Speicher- und Transportmaterialien zu finden. Unsere südlichen Nachbarn Friaul-Julisch-Venetien, Slowenien und Kroatien haben sich zum ersten grenzüberschreitenden Wasserstoff-Projekt in der EU zusammengeschlossen. Sie lassen ein "Hydrogen-Valley" entstehen. Was es damit auf sich hat, berichtet Cornelia Vospernik aus Triest.

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