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Queer, Diva, Religion

Pride Month: Wenn Beyoncé zur Göttin wird +++ Migrantinnen hoch zu Rad +++ Hamburg: Interreligiöser Religionsunterricht +++ Dak’Art – Biennale für afrikanische Kunst

1. Pride Month: Wenn Beyoncé zur Göttin wird

Madonna, Mariah Carey, Lady Gaga, Dua Lipa oder auch Diana Ross – Sängerinnen, die Fan-Generationen geprägt haben. Für manche sind diese Popdivas aber mehr als das. „Ich liebe Beyoncé, das ist meine Göttin“, meint etwa der 30jährige Krankenpfleger Filipp, „und Julie Andrews, Cher – das sind einfach Frauen, die auch für uns da waren.“ Der amerikanische Youtuber und Comedian Rob Anderson beschreibt in seinem Video und dem vor kurzem erschienen Buch „Diva Worship: The Book of Gay Religions“ 30 Divas als Göttinnen verschiedener „Gay Religions“.

Anlässlich des Pride Month Juni hat Max Bauer mit vier schwulen Männern in Wien über die Bedeutung der Popdivas für die queere Community gesprochen, über Identifikation und über Ikonen der Popmusik.

Was macht einen Popstar zur Popdiva? Wo verlaufen die Verbindungslinien und Grenzen zwischen Popmusik und Religion? Religionswissenschaftlerin Inken Prohl von der Universität Heidelberg liefert diesbezüglich Antworten.


2. Migrantinnen hoch zu Rad

Die Frauen kommen aus dem Iran, Afghanistan, Somalia, Syrien, China, Russland und der Ukraine. In einem speziell organisierten Kurs der Caritas in Wien-Favoriten lernen sie Radfahren. Oft haben in ihrem Herkunftsland die finanziellen Mittel gefehlt, um ein Fahrrad zu kaufen, manchmal gab es keine Fahrradkultur und nicht selten spielt auch eine männlich geprägte Auslegung von Religion eine Rolle beim Rollen. Ursula Unterberger über Selbstermächtigung, Selbstsicherheit und Freude auf zwei Rädern.


3. Hamburg: Interreligiöser Religionsunterricht

Ab dem kommenden Schuljahr werden Kinder in Hamburg an staatlichen Schulen nicht mehr nach Konfessionen und Religionen getrennt, sondern gemeinsam unterrichtet. Auch Kinder ohne Bekenntnis sollen an dem Unterricht teilnehmen. Nach einem rund zweijährigen Modellprojekt steigt das katholische Erzbistum Hamburg nun ebenfalls in den sogenannten „Religionsunterricht für alle“ ein. Gestaltung: Laura Graf


4. Dak’Art – Biennale für afrikanische Kunst

Die senegalesische Hauptstadt Dakar gilt als Metropole der Afrikanischen Gegenwartskunst. Einen entscheidenden Beitrag hat dazu die alle zwei Jahre stattfindende Kunstmesse Dak'Art geleistet.
Die 14. Biennale ist soeben zu Ende gegangen. Einen Monat lang waren rund 400 Ausstellungen zu sehen. Das diesjährige Motto „Out of the Fire“ bezieht sich auf die großen Krisen der Gegenwart: Pandemie, Klimakrise und Krieg. Aber auch der Umgang mit traditioneller afrikanischer Spiritualität und Religion war Thema der künstlerischen Auseinandersetzung. Gestaltung: Alexandra Mantler, Angelica Marte, Werner Zips

Service

Buch:
Rob Anderson: Diva Worship: The Book of Gay Religions. 2022

Links:
Diva Worship: The 30 Gay Religions, Rob Anderson
Inka Prohl

Fahrrad, Frauen, Freiheit

Hamburg führt gemeinsamen Religionsunterricht ein
Evaluation des Pilotprojektes ist online!

Buch:
Dak'Art - The Biennale of Dakar and the Making of Contemporary African Art. Edited By Ugochukwu-Smooth Nzewi, Thomas Fillitz. Routledge 2021

Links:
Biennale de Dekar
Werner Zips
Angelika V. Marte

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