Roald Amundsen und seine Kollegen bei der Entdeckung des Südpols.

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Radiokolleg - Roald Amundsen

Entdecker des Nord- und Südpols (1)
Gestaltung: Andreas Wolf

Der Beginn der Polarforschung geht auf das 18. Jahrhundert zurück. Das Ziel der ersten Expeditionen war vor allem die Entdeckung neuer Landgebiete und Schifffahrtsrouten. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts rückte die Erreichung des geographischen Nord- und Südpoles in den Fokus von Abenteurern und Wissenschaftlern.

Herausragend war dabei der am 16. Juli 1872 in Norwegen geborene Roald Amundsen. Der Seemann und Polarforscher gilt als erfolgreichster Entdeckungsreisender der Arktis und Antarktis. So durchfuhr er als Erster die Nordwestpassage, als Zweiter die Nordostpassage und erreichte am 14. Dezember 1911 als erster Mensch den Südpol. Dabei stand er in einem Wettrennen gegen seinen britischen Rivalen Robert Falcon Scott. Dieser erreichte den Südpol vier Wochen nach Amundsen. Beim Rückweg in das Basislager kamen Scott und seine Begleiter ums Leben. Am 12. Mai 1926 erreichte Amundsen, mit einem Luftschiff den geographischen Nordpol. Da keine Vorgängerexpedition das Erreichen des Nordpols glaubhaft belegen konnte, könnte Amundsen auch hier der Erste gewesen sein. Wichtig war Amundsen immer auch die wissenschaftliche Dokumentation seiner Expeditionen. So kartierte er während seiner Forschungsreisen stets die unberührten Weiten von Arktis und Antarktis. Wahrscheinlich starb der Polarforscher, und norwegische Nationalheld, am 18. Juni 1928 bei einem Rettungsflug für seinen in Not geratenen italienischen Kollegen und Konkurrenten Umberto Nobile.

Heute umfasst die internationale Polarforschung viele naturwissenschaftliche Disziplinen, aber auch Themengebiete der Rechts-, Politik-, Wirtschafts- und Kulturwissenschaften. Ein zentraler Teil der Polarforschung beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf Arktis und Antarktis.

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Tor Bomann-Larsen
"Amundsen: Bezwinger beider Pole"
Übersetzung: Karl Ludwig Wetzig
Verlag: Mare

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