Porträt von Florian Scheuba

Florian Scheuba - STEFAN PANFILI

Contra

Scheuba und Kehlmann über Chats, Lügen und Video

"Wenn das in die Hose geht, sind wir hin" Florian Scheuba und Daniel Kehlmann im Gespräch über Politik und Satire. Gestaltung: Doris Glaser

Hunderttausende Chat-Nachrichten auf einem Mobiltelefon aus dem nächsten Umfeld des mittlerweile zurückgetretenen österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz erschütterten im Herbst 2021 die Republik. Sie lösten ein politisches Erdbeben aus, das noch stärker nachwirkt als das berüchtigte "Ibiza"-Video. Gekaufte Medien, perfide Intrigen, schamloser Postenschacher und Korruption verschiedener Ausprägung treten darin zutage. Es ist ein Lügengebäude, das seinen zuvor stets auf Message Control bedachten Erbauern nun um die Ohren fliegt.

Der investigative Kabarettist Florian Scheuba hat sich auf eine so spannende wie satirische Spurensuche begeben. Was er dabei fand, ist ein von Nebelgranaten verdunkeltes Trümmerfeld, das so manche Überraschung aus dem Innenleben der türkisen Parteifamilie bereithält. "Wer dieses Buch liest, wird Österreich sehr genau kennenlernen, das ist unvermeidlich. Wer dieses Buch liest, wird zornig werden, auch das ist schwer zu vermeiden, es ist auch erwünscht. Wer es liest, wird viel lachen und ist daher zu beneiden; nicht zu beneiden sind die, die darin vorkommen, doch von Scheuba bemerkt zu werden, ist eine Strafe, die noch keinen unverdient getroffen hat." schreibt Daniel Kehlmann im Vorwort. Im Theater im Rabenhof haben sich Kehlmann und Scheuba zu einem Gespräch über Satire, Politik und ihre Mischformen in der Welt von heute getroffen.

Service

Florian Scheuba: "Wenn das in die Hose geht, sind wir hin. Chats, Macht und Korruption. Eine Spurensuche". Mit einem Vorwort von Daniel Kehlmann, Zsolnay Verlag

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