Förderband im Zentralbereich Tunnelabschnitt Fröschnitzgraben

ÖBB/EBNER

Journal-Panorama

Licht am Ende des Semmering-Basistunnels

Ein Lokalaugenschein auf der Tunnel-Baustelle und in den umliegenden Orten in Niederösterreich und der Steiermark. Gestaltung: Astrid Plank

Seit einem Jahrzehnt wird am Semmering-Basistunnel gearbeitet. Nach jahrelangen Rechtsverfahren gab es grünes Licht für eines der größten Bauprojekte der ÖBB. Ist der Tunnel einmal fertig, wird er die Fahrzeit der Züge in die Steiermark, nach Kärnten und weiter in den europäischen Süden entscheidend verkürzen. Vor allem für den Frachtverkehr soll es eine große Erleichterung bedeuten, wenn sich die Züge nicht mehr über die historische und unter UNESCO-Schutz stehende Ghega-Strecke über den Semmering quälen müssen. Die Bauarbeiten sind allerdings sehr herausfordernd. Die geologischen Gegebenheiten bergen immer wieder Überraschungen wie etwa Wassereinbrüche. Das hat schon zu mehrfachen Verschiebungen des Fertigstellungszeitpunktes geführt. Nach letzter Prognose soll der Tunnel nun 2030 in Betrieb gehen. 3,9 Milliarden Euro wird er letztlich kosten, neunzig Prozent der 27 km langen Strecke sind bereits gebohrt. Widerstand von Tunnelgegnern ist kaum mehr zu vernehmen, auch wenn es immer wieder zu Problemen mit der Wasserversorgung in der Region kommt. Die seien aber vor allem auf den Klimawandel zurückzuführen, betont man bei den ÖBB.

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