In Concert

Musikalische Suche nach dem Unsichtbaren

Naïssam Jalal Trio im März 2022 in Hamburg

Die Flötistin Naïssam Jalal, 1984 in Paris geboren, hat in Damaskus und Kairo studiert, neben der Querflöte spielt sie auch die traditionelle, im Nahen Osten weit verbreitete Holzflöte Ney. Von John Coltrane inspiriert, beschäftigte sich die Musikerin mit syrischen Wurzeln schon in frühen Jahren mit Jazz und Improvisation. Ihre Arbeit sieht die Kosmopolitin bei alldem fest verknüpft mit ihrem politischen Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit in Europa.

Gemeinsam mit dem französischen Kontrabassisten Claude Tchamitchian und dem aus Brasilien stammenden Pianisten Leonardo Montana hat Jalal das 2019 veröffentlichte Album "Quest of the Invisible" eingespielt, das den renommierten Preis "Les Victoires du jazz" gewann. In der Musik des wunderbaren Trios spielen Stille und repetitive Rhythmen zentrale Rollen, wie Naïssam Jalal am 17. März dieses Jahres im Hamburger Rolf-Liebermann-Studio bewies: Dort war flirrend eleganter, melancholischer Kammer-Jazz zwischen Orient und Okzident zu erleben.

Gestaltung: Helmut Jasbar

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