Strickstoff

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Moment

Visible Mending. Mode mit absichtlich sichtbaren Reparaturen

Wie Kleidungsstücke durch Stopfen und Ausbessern zu echten Unikaten werden

Ein Riss in der Hose, der durch einen bunten Aufnäher verdeckt wird. Zerschlissene Socken, die mehr oder weniger kunstvoll gestopft wurden. Das stellen sich die meisten Menschen unter reparierter Kleidung vor. Dass das Reparieren von Kleidungsstücken diese sogar aufwerten und verschönern kann, zeigen zwei junge Frauen aus Wien in eigenen "Visible Mending"-Workshops. Serafina Spatt und Alina Saavedra Santis wollen so alten Kleidungsstücken eine neue Chance geben und sie vor dem Wegwerfen bewahren.

"Visible Mending", also das absichtlich sichtbare Reparieren von Kleidungsstücken, bei dem Löcher, Risse oder Flecken auffällig überdeckt werden, ist als Trend bereits in der Modewelt angekommen. Textilkünstler:innen und Designer:innen haben das kunstvolle Stopfen, Ausbessern oder Sticken zur Kunstform erhoben. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt: bunte Muster, Farben und verschiedene Techniken. Die reparierte Stelle wird somit nicht nur selbst zum Fashion-Statement sondern setzt auch ein bewusstes Signal für mehr Nachhaltigkeit.

Gestaltung: Anna Maria Obersteiner


Moment-Echo: Noel Kriznik


Wort der Woche: Xaver Forthuber

Service

re:pair Festival
15.10. bis 6.11.2022
mit Workshops, u.a. zu Visible Mending und Vorträgen zum Thema

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