Isabella Forciniti

ARNOLD HABERL

Zeit-Ton

Isabella Forciniti. Die vielen Facetten musikalischer Kommunikation.

Isabella Forciniti im Zeit-Ton Porträt

Im Zentrum des musikalischen Forschungsinteresses von Isabella Forciniti steht die Beziehung zwischen "miteinander verwobenen Klangumgebungen, formloser Praktiken und deren "introspektiven Fähigkeiten"". Eine zentrale Forschungsmethode ist dabei die Improvisation. Forciniti begreift ihre modularen Synthesizer als Partner, die den musikalischen Schaffensprozess mitgestalten. Auch das Zusammenspielen mit anderen Musiker:innen nimmt einen wichtigen Platz ein.

Forciniti ist u.a. bereits mit Elliott Sharp, Katharina Klement, Antye Greie-Ripatti, Franz Hautzinger, Burkhard Stangl und Chra aufgetreten. Derzeit untersucht die studierte Kommunikationswissenschaftlerin im Rahmen des von Volkmar Klien geleiteten Forschungsprojektes "The Choir and The Sound System" die musikalischen und gesellschaftlichen Potentiale digitaler Vernetzung über mobile Geräte. Mit Hilfe der selbst entwickelten webbasierte Anwendung SADISS können Handys und andere mobile Geräte zu einem "massiven, komplexen Soundsystem mit zahlreichen unterschiedlichen Klangquellen, die im Raum verteilt sind" gebündelt werden.

Forciniti schloss 2019 den Lehrgang "Computermusik und elektronische Medien (ELAK)" an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ab. Derzeit studiert sie an der Anton Bruckner Privatuniversität Computermusik und Komposition und "Postdigital Lutherie" an der Kunstuniversität Linz. Vom ORF Festival musikprotokoll im steirischen herbst wurde sie 2022/2023 für Shape+ nominiert. Auf Einladung des musikprotokoll hat Forciniti ein neues Stück für die Ambisonics Anlage im Grazer Dom im Berg komponiert, das am kommenden Donnerstag zu seiner Uraufführung gelangen wird.

Shape+ ist die Plattform für spannende neue Projekte aus dem Bereich der Musik und audiovisuellen Kunst des Festivalnetzwerkes ICAS der International Cities of Advanced Sound, die 2014 vom musikprotokoll mitgegründet wurde. Sie wird durch das Programm "Creative Europe" der Europäischen Union gefördert.

Gestaltung: Marie-Therese Rudolph

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Isabella Forciniti

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ORF musikprotokoll im steirischen herbst

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