Lisz Hirn

Lisz Hirn - INGE PRADER

Radiogeschichten

Der Ö1 Essay von

"Macht Politik böse?" Von Lisz Hirn, Leykam Verlag
Es liest die Autorin

"Macht Politik böse?", nennt sich der soeben erschienene Essay der Philosophin Lisz Hirn. Eine mehrdeutige Frage, denn sie kann sich auf die politischen Akteure ebenso beziehen wie auf die von ihnen regierten Menschen. Verformt also das politische Amt einen Menschen zu einem bösen Menschen? Oder machen politische Entscheidungen jene Menschen böse, die die Konsequenzen dieser Entscheidungen zu tragen haben? Lisz Hirn meint letzteres, wobei der Ärger über die mangelhafte Regierungskunst zumeist in Frustration mündet, weil der Bürger mit seiner Wut in der Regel alleine bleibt.

In weiterer Folge entwickelt sich auch ein Misstrauen gegenüber den Medien, die man eher im Verbund mit der Politik wähnt als auf der Seite der fundierten Kritik. Ein nicht ganz unbegründeter Verdacht, der allerdings bei potenzierter Frustration zur völligen Passivität führen kann: Die machen eh, was sie wollen!
Lisz Hirn nun meint, dass wir eine Mitverantwortung für die Qualität der Politik haben. Politik ist per se weder dämonisch noch schmutzig, Politik sind letztlich wir alle. In ihrem Buch formuliert sie zehn Trugschlüsse über Politik, das heißt: überkommene Prinzipien, auf die sich das politische Establishment gerne beruft.

Service

Lisz Hirn, "Macht Politik böse?", Leykam Verlag

Sendereihe

Gestaltung

  • Peter Zimmermann

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