Ein Gesichtserkennungs Programm erkännt eine lächelnde Frau

AP/JaysonPhotography/Dermalog Identification Systems GmbH

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Schmale Nase, große Augen, glatte Haut

Problematische Schönheitsfilter in Sozialen Medien

Man kann den eigenen Mund auf absurde Größe aufblasen oder sich Hundeohren und -nase aufsetzen. Man kann mit dem Cinderella-Filter aussehen wie eine Disney Prinzessin oder einfach nur "sanft" das eigene Antlitz verschönern: die Haut glatter machen, die Nase schmäler, die Augen größer.

Seit etwa zehn Jahren gibt es diese Gesichtsfilter, sie werden vor allem für Bilder und Videos in sozialen Medien wie TikTok, Snapchat und Instagram verwendet. Ein "Echtzeit-Experiment" schreibt die MIT Technology Review. Denn es ist so gut wie nicht erforscht, was es mit jungen Menschen macht, wenn sie sich selbst ständig technologisch verbessert sehen und gegenseitig präsentieren. Zumindest bei 10- bis 11-jährigen gibt es bei den Gesichtsfiltern bereits einen Gender Gap, soll heißen: mehr Mädchen verändern das eigene Gesicht als Jungen.

Irmi Wutscher spricht mit Jugendlichen, Influencer:innen und Psycholog:innen über die allgegenwärtigen Gesichtsfilter auf TikTok und Co.

#Bodypositivity: eine Gegenbewegung zum Perfektionswahn

Glatt, schlank, durchtrainiert: Auf Social Media trifft man ständig auf perfekte Körper. Doch gegen diesen allgegenwärtigen Perfektionsdruck entsteht auch Widerstand im Netz. Der Hashtag #bodypositivity hat allein auf der bei Jugendlichen sehr beliebten Videoplattform TikTok mehr als 30 Milliarden Aufrufe. Worum es in dieser bodypositiven Bewegung überhaupt geht, hat Anastasia Lopez nachgefragt.


Perfekter als jeder Mensch: Virtuelle Influencer

Sie heißen Ana, Miquela oder Noonouri und tun, was alle Influencer:innen tun: Sie posten Selfies von sich selbst, posieren mit Kussmund, mal alleine, mal mit Freunden, und sie lassen uns an ihrem Leben teilhaben. Einzige Besonderheit: sie sind nicht aus Fleisch und Blut. Seit einigen Jahren erobern virtuelle Influencer den Social Media Influencer-Markt. Lil Miquela, einer der erfolgreichsten dieser digitalen Charaktere, hat mehr als drei Millionen Follower:innen. Sie hat bereits mehrere Musikalben veröffentlicht und Werbeverträge mit großen Modelabels. Daneben engagiert sie sich für "Black Lives Matter" und LGBTIQ+ Rechte. Ulla Ebner hat nachgefragt, was das Erfolgsrezept dieser Figuren ist und wie glaubwürdig und authentisch so ein virtuelles Wesen sein kann.

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