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Faszinosum Kälte

"Fünfzig Wörter für Schnee" von Nancy Campbell. Aus dem Englischen von Brigitte Jakobeit. Es liest Chris Pichler.

Schnee steht oft für Reinheit, Unberührtheit, dabei ist das Herz eines Schneekristalls ein Staubkorn - einer von vielen Widersprüchen rund um das gefrorene Wasser, das vom Himmel fällt. Es sei möglich, schreibt die schottische Lyrikerin und Sachbuchautorin Nancy Campbell, "dass eine Schneeflocke, die auf die Gletschergipfel des Ruwenzori-Gebirges in Afrika fällt, schmilzt und verdunstet, später dann wieder gefriert und in die Apfelhaine von Kaschmir fällt ..."
Von der japanischen Yuki-onna, der märchenhaften und nicht ganz ungefährlichen Schneefrau, bis zum beliebten schwedischen Winterspiel "Snöängel" reichen die Geschichten und Überlegungen der 1978 geborenen Autorin, die vielsprachig vom Wort "Schnee" ausgehend, zu einer Reise um die Welt einlädt.

Nancy Campbell befasst sich in ihren Texten mit dem Polaren seit sie 2010 einen Winter als Artist in Residence im nördlichsten Museum der Welt auf Upernavik in Grönland verbrachte. Ihr Buch "The Library of Ice. Readings in a Cold Climate" stand auf der Longlist für den Rathbone Folio Prize 2020. Im selben Jahr erhielt sie den Ness Award der Royal Geographical Society.

Gestaltung: Gudrun Hamböck

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"Fünfzig Wörter für Schnee" von Nancy Campbell. Aus dem Englischen von Brigitte Jakobeit. Hoffmann und Campe, 2021.

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