Schattenspiele; Bild aus dem Fotoband "Triesterstraße 84/VII"

MATTHEY & MELCHIOR/MARTIN BEHR

Leporello

Adresse und Erinnerung


Leben an der lauten Durchzugsstraße - das war für Erna Behr Alltag. Als die Grazerin 2018 im Alter von 95 Jahren verstarb, hatte sie insgesamt 57 Jahre im Haus Triesterstraße Nr. 84 gewohnt. Und auch ihr Sohn, der Künstler und Publizist Martin Behr hat seine Kindheit und Jugend in der Grazer Triestersiedlung verbracht, die vornehmlich aus Sozial- und Gemeindewohnungen in mittelgroßen Mehrparteienhäusern besteht. 1999 hat Martin Behr begonnen, bei den regelmäßigen Besuchen immer wieder Details in der Wohnung seiner Mutter zu fotografieren. Ein Stück eines Kalenders, den Zipfel eines Geschirrtuchs, eine Blume, das Eck einer Fernbedienung, eine Autogrammkarte von Peter Rapp. Dinge, die vom Alltag der Seniorin Erna Behr zeugen. Mehr als 6000 Fotos sind so über die Jahre entstanden, rund 400 davon hat Martin Behr jetzt in dem sehr persönlichen Bildband "Triesterstraße 84/VII" (Matthey & Melchior) veröffentlicht. Gestaltung: Werner Ranacher

Service

Künstler und Autor Martin Behr

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