Schülerinnen sitzen in einem Klassenraum einer Grundschule an Computern und arbeiten.

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Panikattacken bei Kindern, Aphasiechor

Schulärztin schlägt Alarm - Angststörungen und Panikattacken nehmen zu +++ Gemeinsam singen trotz Sprachstörung - Der Wiener Aphasiechor


1. Ob Depressionen, Ess- oder Angststörungen: Seit Beginn der Corona-Pandemie haben psychische Erkrankungen vor allem bei jungen Menschen stark zugenommen. Kinder und Jugendliche sind bis zu 80 Prozent häufiger von Depressionen und Angststörungen aufgrund der Pandemie betroffen als die Gesamtbevölkerung. Das geht aus einer im Mai 2021 veröffentlichten Studie der OECD hervor. Angst ist - auch im Sinne der evolutionären Neurobiologie - eine sinnvolle oder oft sogar notwendige Reaktion in Gefahrensituationen. Doch was, wenn die Angst so mächtig wird, dass einfache Dinge im Alltag nicht mehr bewältigt werden können?

Ein Drittel der Kinder und Jugendlichen hat klinisch manifeste Ängste, die behandlungsbedürftig sind, erklärt Univ.-Prof.in Dr.in Kathrin Sevecke. Sie ist Direktorin der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Innsbruck und Studienleiterin der sogenannten Tiroler-Covid19-Kinderstudie. Hannah Balber hat mir ihr sowie mit Schulärztin Dr.in Dorothea Stangelberger-Frosch gesprochen.

2. Wenn die eigene Stimme plötzlich verstummt, Sprechen nur mit großer Mühe möglich ist und die gesprochene oder die geschriebene Sprache nicht verstanden wird, handelt es sich um eine Aphasie.
Etwa 40 Prozent der Schlaganfallbetroffenen haben diese Sprachstörung. Bei der Hälfte der Betroffenen bleiben die Probleme auch ein halbes Jahr nach dem Schlaganfall bestehen, was sich stark auf ihre Lebensfähigkeit und Lebensqualität auswirkt. Das führt zu sozialer Isolation und Einsamkeit, da die Betroffenen Schwierigkeiten haben, mit anderen Menschen zu kommunizieren und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Der Wiener Aphasie-Chor versucht hier Hilfe anzubieten. Hier singen und summen Aphasikerinnen und Aphasiker gemeinsam im Takt. Das Ziel des Chors: Betroffenen vermitteln, dass sie sehr wohl "sprechen" und durch die Gemeinschaft wieder Freude am Leben entwickeln können. Ein Beitrag von Julia Kluk.

Redaktion: Dr. Christoph Leprich und Lydia Sprinzl, MA.

Service

Weitere Infos zum Beitrag über Panikattacken bei Kindern:

Interviewte Personen:

Univ.-Prof.in Dr.in Kathrin Sevecke
Direktorin der Univ.-Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Kindes- und Jugendalter an der Univ.-Klinik Innsbruck
Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (ÖGKJP)
Milser Straße 10, Haus Nummer 6
6060 Hall in Tirol
Tel.: 050504 33801
E-Mail
Homepage

Dr.in Dorothea Stangelberger-Frosch
Ärztin für Allgemeinmedizin
Schulärztin in Niederösterreich
E-Mail

Weitere Infos zum Beitrag über den Aphasie-Chor:

Interviewte Personen:

Andrea Enenkel
Chorleiterin Wiener Aphasiechor
Böcklinstraße 55
1020 Wien
Tel.: +43 (0)699 / 18 22 33 82
E-Mail
Homepage

Prim. Dr. Christoph Stepan MSc.
Facharzt für Neurologie
Ärztliche Leitung neurologische Rehabilitation Rehaklinik Wien Baumgarten
Reizenpfenninggasse 1
1140 Wien
Tel.: +43 (0) 1 41500 7022
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Homepage

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