Algorithmus, Grafik

AP/IKONI/OLIVER BURSTON

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Arbeiten unter dem Algorithmus

Über digital optimierte und entmenschlichte Jobs

Scheinselbstständigkeit, geringe Bezahlung und Konkurrenzdruck - die prekären Arbeitsbedingungen in Konzernen wie Uber, Mjam oder Amazon sind seit Jahren bekannt. Ihre Art der Betriebsführung wird als digitaler Taylorismus bezeichnet. Sie setzen digitale Technologien ein, um Arbeitsschritte sowie -anweisungen zu standardisieren und zu überwachen.

Was betriebswirtschaftlich zur Maximierung von Effizienz führen soll, bedeutet für Arbeiter:innen eine Entmenschlichung, stellt der Sozialwissenschaftler Yannic Wexenberger fest. Durch Künstliche Intelligenz sowie Machine Learning könnte der digitale Taylorismus bald auch Einzug in kreative oder administrative Branchen finden und dadurch immer mehr Menschen betreffen.

Johanna Hirzberger spricht mit betroffenen Arbeiter:innen und fragt nach, vor welche Herausforderungen der digitale Taylorismus unsere Gesellschaft und den Sozialstaat stellt.


Aaron Swartz: Nur geteiltes Wissen ist Macht
Porträt des Hackers, Programmierers und Internet-Aktivisten

Der Kampf um ein freies Internet ist so alt wie das Netz selbst, mittlerweile also mehr als fünfzig Jahre. Denn immer wieder locken die Möglichkeiten einer globalen Kommunikation sowie einer weltumspannenden Propaganda- und Werbefläche Begehrlichkeiten hervor - von Unternehmen ebenso wie von Regierungen.

Ihnen entgegen stemmten und stemmen sich freiheitsliebende Rebellen, Internettheoretiker und Hacktivisten. Einer von ihnen war der Amerikaner Aaron Swartz. Seine besondere Begabung lag darin, komplexe Inhalte technisch einfach aufzubereiten und so auch einer allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dabei verband das Wunderkind sein technisches Genie mit sozialen Anliegen.

2013 suchte Aaron Swartz, wohl auch unter der Drohung, 35 Jahre ins Gefängnis zu müssen, den Freitod. Ein Porträt von Rebecca Hillauer.

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