Radiogeschichten

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"mädchen & institutionen. Geschichten aus dem totalitarismus" von Darja Serenko (Übersetzung: Christiane Körner). Es liest Eva Mayer

Im November 2021 erschien in Moskau ein schmales Buch mit dem Titel "Mädchen und Institutionen". Darin erzählt die Dichterin und Aktivistin Darja Serenko Geschichten von jungen Frauen, die ihr Dasein in den staatlichen Kultureinrichtungen fristen. Es ist eine absurde patriarchale Welt, in der zwar sporadische Solidarität untereinander, vor allem aber Misogynie, Bürokratie und Intrige herrschen, grundiert von anschwellendem autokratischem Rauschen.

Mit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine geht die Fiktion in einer pervertierten neuen Wirklichkeit auf. Serenko wird aus politischen Gründen für 15 Tage inhaftiert. Noch in der Arrestzelle beginnt sie, ihre Erfahrungen und Gedanken in kurze Texte und Prosagedichte zu fassen. Diese Texte sind eine wütende und schmerzhafte poetische Auseinandersetzung mit der Gewalt, die der Krieg vor allem für Frauen bedeutet, mit Fragen von Verantwortung und Schuld, mit Exil, Aktivismus und Widerstand.
Beide Teile sind nun in einem Band unter dem Titel "Mädchen und Institutionen. Geschichten aus dem Totalitarismus" auf Deutsch erschienen.

Service

Darja Serenko: "mädchen & institutionen. Geschichten aus dem totalitarismus", Suhrkamp Verlag

Sendereihe

Gestaltung

  • Peter Zimmermann

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