Vladimir Remek gibt ein Autogramm

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Journal-Panorama

Tschechien auf dem Weg zur Weltraum-Macht

Eine Rundreise von den Anfängen der tschechischen Weltraum-Begeisterung bis zu den Tüftlern von heute

Für den Kosmos interessiert man sich in Tschechien seit Jahrhunderten: Die Astronomen Johannes Kepler und Tycho Brahe machten in Prag bahnbrechende Entdeckungen - und dreieinhalb Jahrhunderte später, 1978, war der Tscheche Vladimir Remek der erste Mensch im Weltraum, der nicht aus der Sowjetunion oder den USA stammte.
Heute erlebt die Sehnsucht nach den unendlichen Weiten des Universums in Tschechien eine Renaissance - und macht das Land zu einem der wichtigen Standorte der aufstrebenden Branche: Von Prag aus leitet die EU-Agentur EUSPA die europäischen Satellitenprogramme, und überall im Land tüfteln Startups und etablierte Unternehmen an Hightech-Satelliten oder hochspezialisierter Software.
Die Branche ist wegen ihrer geostrategischen Bedeutung auch für die Politik wichtig: für militärische Anwendungen über Rettungseinsätze in Katastrophengebieten bis hin zu gesicherten Kommunikationswegen. Und die Weltraum-Technik stellt längst einen bedeutenden Wirtschaftszweig dar: Für das autonome Fahren etwa sind exakte Positionsdaten aus dem Weltall nötig, auch für etliche Zukunftsfelder wie die Präzisions-Landwirtschaft und Smart Cities. Gesteuert werden diese Anwendungen aus Prag.

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