Näherinnen in Bangladesch

AP/HIDETAKA YAMAMURA

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Schmutzige Wäsche

Wie die Kleidungsindustrie Arbeiter:innen ausbeutet und das Klima schädigt

Ausbeuterisch, schmutzig, verschwenderisch und schlecht fürs Klima: Das Bild, in dem die Kleidungsindustrie erscheint, ist verheerend. Kritische Beobachter:innen der Branche rechnen auch nicht damit, dass sich daran in näherer Zukunft viel ändern wird. Die globale Bekleidungsindustrie wird von einigen wenigen Konzernen beherrscht, die mit immer kürzeren Produktzyklen und Einweg-Qualität Öl ins Feuer gießen. "Fast Fashion" nennt man das, analog zu inhaltsleerem und letztendlich schädlichem Fastfood. Der Zeit- und Preisdruck wird an der Lieferkette abwärts weitergegeben, bis er bei den Arbeiter:innen in den Fabriken im globalen Süden hängen bleibt, die unter schlechten Bedingungen mit schlechter Bezahlung lange Schichten schieben. Daran hat sich auch seit dem Einsturz der Fabrik Rana Plaza in Dhaka, Bangladesch, wenig grundsätzlich geändert. Im globalen Norden sind die Zustände Vielen bekannt, auf das Konsumverhalten hat sich dieses Wissen jedoch nicht ausgewirkt.

Die Kleidungsindustrie ist auch ein Klimafaktor. Schon jetzt liegen die Emissionen der Industrie über jenen von Luft- und Schifffahrt zusammen. Der großzügige Einsatz von Polyester, ohne das Fast Fashion gar nicht möglich wäre, macht die Branche zu einer fossilen Industrie: Ölkonzerne rechnen damit, dass die Nachfrage nach Öl für Kunststoff- und Kunstfaserproduktion jene für Treibstoffe mittelfristig ablösen wird. Aus dem Plastik im Gewand wird bei jedem Waschgang Mikroplastik gewaschen, endgültig entsorgt wird es auf Deponien und in Verbrennungsanlagen, gerne im globalen Süden. Wer beim Kleiderkauf möglichst viel richtig machen will, muss einiges an Recherche auf sich nehmen. Es gibt viele Gütezeichen, längst nicht alle davon sind seriös und unabhängig überwacht, viele dienen alleine dem Greenwashing der Hersteller.

AK-Erhebung: Wohnbaukredite in Zeiten rasant steigender Zinsen

Nach sechs Jahren mit Negativzinsen steigt der Sollzins seit Sommer vergangenen Jahres wieder massiv an. Als Gründe nennen Finanzexperten die hohe Inflation, die Erhöhung des Leitzinses durch die EZB, sowie den Ukrainekrieg und den Krieg in Israel. So sind die Zinsen für variable Wohnbaukredite innerhalb der vergangenen zwei Jahre um 4,5 Prozent gestiegen, zeigen Erhebungen der Arbeiterkammer Oberösterreich. Bei Fixzins-Krediten ist der Anstieg geringer. Der aktuelle AK-Banken-Vergleich zeigt, wie man dennoch zu günstigen Konditionen kommen kann.

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