Radiogeschichten

Weltliteratur aus Dänemark

"Kaum ein Tag ohne Spektakel" von Henrik Pontoppidan: I. "Der Flug des Adlers" (Übersetzung aus dem Dänischen von Philipp Botte), II. "Selbstgespräch am 11. März 1897" (aus dem Dänischen von Ulrich Sonnenberg). Es liest Markus Meyer.

Henrik Pontoppidan, geboren 1857 in eine Pastorenfamilie in Jütland, schreibt in seinen Erzählungen vom Dorfleben in Lillelund, vom Großstadtleben in Kopenhagen, dem Zusammentreffen der unterschiedlichen Gesellschaftsschichten zu Beginn des 20. Jahrhunderts, ihren Freuden und Nöten. Er ist dabei ein genauer und ironischer Beobachter von großer thematischer und stilistischer Bandbreite. So zeichnet er in "Der Flug des Adlers" das Schicksal eines zahmen Adlers nach, und in "Selbstgespräch am 11. März 1897" die Selbstzweifel eines Schriftstellers.

Henrik Pontoppidan begann nach einem abgebrochenen Ingenieursstudium als Lehrer und kam über Reiseschilderungen zum Journalismus und zur Literatur. Seine Romane "Das gelobte Land", "Hans im Glück" und "Totenreich" bilden sein Hauptwerk. 1917 wurde der Vertreter des dänischen Realismus, der oft mit Thomas Mann verglichen wurde, mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

Service

Henrik Pontoppidan, Kaum ein Tag ohne Spektakel, Erzählungen und Feuilletons, herausgegeben von Marlene Hastenplug und Ulrich Sonnenberg, Wallstein Verlag 2023

Sendereihe

Gestaltung

  • Stefanie Zussner

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