Hoan Ton-That, CEO von Clearview AI

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Dein Gesicht gehört uns

Über Einsatz und Missbrauch von Gesichtserkennungs-Technologien

Im Jahr 2017 hat Facebook mit seiner Gesichtserkennung für Aufregung gesorgt: Facebook hat alle Bilder, die Nutzerinnen und Nutzer hochgeladen haben, von einer Gesichtserkennungssoftware durchleuchten lassen. Fast jede und jeden auf der Welt dank einer Datenbank mit Millionen Fotos identifizieren zu können, damit warb auch das amerikanische Startup Clearview AI bei Investoren.

Keines der beiden Unternehmen hat seine Gesichtserkennungssoftware je öffentlich zum Verkauf angeboten, Facebook hat sich mittlerweile vorsichtig von der Idee zurückgezogen. Nicht so Clearview AI. Das Unternehmen vermietet sein System an amerikanische Polizeistellen: Das Gesichtserkennungssystem ist der Lage, fast jede Person zu identifizieren, deren Foto und Name einmal im Internet aufgetaucht ist. Die Polizei ermittelt darüber Verdächtige und will so auch in der Lage sein, Verbrechen zu verhindern.

Mit Clearview AI hat sich die New York Times-Journalistin Kashmir Hill ausführlich beschäftigt. Ihr Gesicht ist daher auch auf einer schwarzen Liste von Clearview AI. Scannt man ihr Gesicht, liefert das System keine Ergebnisse. Ihre monatelange Recherche zu den Gründern von Clearview AI dokumentiert sie in ihrem Buch "Your Face Belongs to Us". Was uns Clearview AI über den Datenschutz im Internet lehrt, hat sie Sarah Kriesche erzählt.


Editwars, Hierarchiekämpfe und Künstliche Intelligenz
Aktuelle Herausforderungen für die Wikipedia


In dicken Wälzern blättern, um Wissen nachzuschlagen, erscheint heute sehr weit weg: nach ein paar Klicks finden wir mittlerweile schnell Antworten auf viele Fragen im Netz - viele davon auf der Wikipedia, die es in über 300 Sprachen gibt. Immer wieder klagt die Community über zu wenige Autorinnen, liefert sich Editierschlachten und Hierarchie-Kämpfe. Eine aktuelle Herausforderung ist die Frage, welche Rolle Künstliche Intelligenz für die Wikipedia spielen könnte, wie Till Köppel berichtet.

Service

NOYB
Kashmir Hill
BBC Artikel
Hoan Ton-Tat im Washington Post - Interview

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Gestaltung

  • Sarah Kriesche