Sound Art: Zeit-Ton

Kunst, Politik, Musik: "Das 21. Jahrhundert"

Zeit-Ton Zeitreise mit Diedrich Diederichsen

Anfang März ist "Das 21. Jahrhundert" erschienen. In seinem neuen Buch umreißt Diedrich Diederichsen die ersten 23 Jahre dieses Jahrhunderts - in einer mehr als 1.000-seitigen Essay-Sammlung. Als einer der prominentesten deutschsprachigen Gesellschaftskritiker und -theoretiker verbindet Diederichsen lose Enden zwischen Pop-Musik und Kulturindustrie, Adorno und Free Jazz, Medientheorie und politischen Perspektiven: In dieser "Zeit-Ton Zeitreise" präsentiert er Musik, die ihn geprägt hat, spricht darüber welche Sounds aktuell relevant sind und traversiert Wien von 1900 über den Aktionismus bis heute - das 21. Jahrhundert quergehört.

Diedrich Diederichsen ist ein Mitbegründer deutschsprachiger Pop-Theorie. 1957 in Hamburg geboren, war er lange beim dortigen Magazin "spex", das in den 1980er Jahren den Diskurs zu Musik, Film und Politik nachhaltig prägte. Seit 2006 ist er als Professor am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften der Akademie der bildenden Künste Wien tätig. In seiner journalistischen und wissenschaftlichen Arbeit setzt er sich mit der Theorie, Praxis und Vermittlung von Gegenwartskunst auseinander.

"Das 21. Jahrhundert" ist in Diederichsens Stammverlag Kiepenheuer & Witsch herausgekommen. War das 2013 ebenfalls dort veröffentlichte Buch "Über Pop-Musik" (das schon im Titel auf Freud und Adorno verweist) eine Auseinandersetzung mit musikorientierten Gesellschaftsphänomenen, ist "Das 21. Jahrhundert" eine Art Brennglas, das essayistisch Kultur zwischen "Avantgarde" und "Populär" als Gedankenexperiment, Auftrag und Prämisse verortet.

Diedrich Diederichsen erzählt in dieser "Zeitreise" über Musik aus Wien und Berlin, arbeitet sich durch Posthumanismus, Gender und Medien und hat Stücke zwischen Jazz, Klangkunst und Pop dabei.

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Diedrich Diederichsen: Diedrich Diederichsen
"Das 21. Jahrhundert" (Kiepenheuer & Witsch)

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