Lampions werden los gelassen, Vesakh-Fest

AP/SLAMET RIYADI

Gedanken für den Tag

Vesakh-Fest

Ioana Spataru, Leiterin der Buddhistischen Jugend Österreich und Trainerin für Menschenrechte, macht sich Gedanken zum Vesakh-Fest

Diese erste Vollmondnacht im Mai zeichnet die Geburt, die Erleuchtung und das endgültige Erlöschen des historischen Buddha, Siddharta Gautama. Das Vesakh-Fest zu seinen Ehren wird in buddhistischen Ländern und Gemeinschaften gefeiert.

An diesem Tag erinnern wir uns an seine Entschlossenheit, einen Weg zu finden, um alle Wesen von Leid zu befreien. Der Buddha ist ein großartiger Lehrer und ein mächtiger Arzt, nicht weil er übermenschliche Fähigkeiten besaß, sondern weil er ein Wissenschaftler war. Er diagnostizierte das Leid dieser Welt, brach systematisch alle Bestandteile des Problems in ihre kleinsten Bausteine, und entwickelte eine Behandlungsmethode, um seine Patienten zu heilen.

Der Buddha verstand, dass alle fühlenden Wesen im leidvollen Rad der Wiedergeburt gefangen sind. Mitgefühl für jene Wesen zu entwickeln, die sich nicht aus eigenem Willen befreien können, so wie wir Menschen, ist eine treibende Kraft des Dharma. Der Buddha diskriminierte nicht zwischen arm und reich, gebildet oder ungebildet, heilig oder kriminell, Frauen und Männern - jedem war seine Lehre zugänglich, denn im Zentrum des Buddhismus steht die Menschlichkeit.

Auch Buddha, war nur ein Mensch. Kein besonderer Mensch, kein Auserwählter, keine Reinkarnation Gottes. Er war ein Mensch, der das Leben für das sah, was es ist - die Schönheit im Schlamm, der notwendig ist, damit der Lotus blüht. Die buddhistische Lehre war und ist 2500 Jahre nach ihrer Geburtsstunde, für alle Menschen offen, die Zuflucht zum Buddha, seiner Lehre und der buddhistischen Gemeinschaft nehmen möchten. An Vesakh, dem höchsten buddhistischen Feiertag wollen wir unser Wohlwollen und Mitgefühl mit unseren Mitmenschen teilen. Mögen alle Wesen glücklich sein und mit Leichtigkeit durchs Leben gehen!

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