Punkt eins
Warum hören viele Biohöfe auf?
"Bio" ist beliebt, aber die Zahl der Betriebe sinkt. Gäste: DI Dr. Stefan Kirchweger, wissenschaftlicher Leiter des Vereins "Studia - Studienzentrum für internationale Analysen" in Schlierbach, Oberösterreich & Wolfgang Hiesmayr, Landwirt in Hofkirchen im Traunkreis, Oberösterreich.
Moderation: Andrea Hauer. Anrufe 0800 22 69 79 | punkteins(at)orf.at
27. Februar 2025, 13:00
"74 Biolandwirte gaben auf", berichtete Mitte Februar der ORF-Kärnten. Sie gaben ihren Betrieb entweder gänzlich auf oder stellten auf konventionellen Landbau um. Das Problem seien nicht so sehr die oft altersbedingten Betriebsschließungen, erklärt man beim Branchenverband "Bio Austria-Kärnten"; das Problem sei die Unlust, Biobauer oder -bäuerin zu werden. Seit 2023 sehe man kaum mehr einen Neueinstieg.
Schrumpfte die Zahl der Bio-Betriebe in Kärnten auf ca. 1.750, so sank sie in der Steiermark auf ca. 3.800. Im flächenmäßig zweitgrößten Bundesland Österreichs hörten in den letzten fünf Jahren etwa 500 Bäuerinnen und Bauern mit der Bioproduktion auf. Österreichweit verzeichnet der Verein "Bio Austria" derzeit rund 24.000 ökologisch betriebene Landwirtschaften. Das sind etwa 1.000 weniger als noch 2022.
Was ist der Grund, mit dem Biobetrieb aufzuhören oder gar nicht erst damit anzufangen? Was sind die größten Hürden in der alltäglichen Arbeit? Welche Bedingungen braucht eine florierende ökologische Landwirtschaft? Was bedeutet ihr Rückgang - für Pflanze, Tier und Mensch, für Umwelt, Boden und Leben?
Andrea Hauer spricht mit Wolfgang Hiesmayr, Biobauer in Hofkirchen im oberösterreichischen Traunkreis, und mit dem Agrarökonomen Stefan Kirchweger, der nebenbei einen Biohof mit zwanzig Milchkühen betreibt. Rufen Sie uns an und diskutieren Sie mit - unter 0800 22 69 79 oder unter punkteins(at)orf.at
Sendereihe
Gestaltung
- Andrea Hauer