Im Gespräch

Reinhard Tötschinger, Schauspieler, Regisseur und Psychotherapeut

"Vielseitigkeit ist ein Geschenk"
Andreas Obrecht im Gespräch mit dem Schauspieler, Regisseur und Psychotherapeuten Reinhard Tötschinger

Reinhard Tötschinger, 1952 in Wien geboren, ist Grafiker, Herausgeber, Gestalter und Illustrator von Büchern. Seine Theaterplakate führten ihn 1980 nach Paris zur Schauspielausbildung bei Jacques Lecoq und in den Zirkus. Danach arbeitete er als Schauspieler, Regisseur und Choreograph in Österreich, Deutschland und Italien. Von 1990 bis 1997 war er Gastprofessor und Lektor an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz im Bereich Schauspiel. Parallel dazu absolvierte Tötschinger ab 1983 mehrere Psychotherapieausbildungen und weitere Studien in Kulturwissenschaft und Systemtheorie. Über zwanzig Jahre leitete er eine Therapie- und Beratungspraxis in Wien. Heute unterrichtet er Ethik der Raumplanung und literarisches Schreiben an der TU Wien. Reinhard Tötschinger schreibt Theaterstücke, Erzählungen, realisiert Dokumentarfilme und hat 2021 mit "Rochade" seinen ersten Roman vorgelegt. Letztes Jahr folgte der zweite Roman mit dem Titel "Entrée", in dem der Protagonist in die versunkene alte Welt der Zirkuskunst reist, aber auch mit der belasteten Vergangenheit seines Heimatdorfes konfrontiert wird, in dem sich einst das größte Kriegsgefangenenlager des Deutschen Reichs befand. Reinhard Tötschinger hat dazu den essayistischen Dokumentarfilm "Ort ohne Erinnerung - Kaisersteinbruch, die verschwundene Geschichte" gedreht, der im Frühjahr ins Kino kommt. Im Gespräch mit Andreas Obrecht erklärt Tötschinger, wie ihn die 1968er Jahre geprägt und sein Interesse an Sprache und die Beobachtung von Mustern, Wiederholungen und Kreisläufen in seinen künstlerischen Arbeiten beeinflusst haben.

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  • Andreas Obrecht