Ein eingewoelbter Wasserlauf ("Bachkanal")

APA/GEORG HOCHMUTH

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Fließender Untergrund: Wiens Bachkanäle

Aus gutem Grund fließen die Bäche seit langem unterirdisch durch die Hauptstadt. Ist die zunehmende Stadthitze im Sommer ein gutes Argument, das kühlende Nass wieder nach oben zu holen?

Bis ins 19. Jahrhundert prägten Gewässer wie der Alserbach, Währingerbach, Ottakringerbach oder Döblinger Bach das Stadtbild Wiens, wurden zum Waschen, für den Mühlenantrieb oder zur Bewässerung verwendet. Doch mit der zunehmenden Verschmutzung und dem Verfall der Gewässer wurden sie aus hygienischen Gründen nach und nach eingewölbt. Heute, im Angesicht der Klimaerwärmung und der Suche nach kühlenden Lösungen für Städte, werden Stimmen laut, diese Bäche wieder ans Tageslicht zu holen. In der Praxis sind diese Ideen aber mit Problemen konfrontiert: inzwischen sind sie integraler Bestandteil des Kanalsystems, außerdem würde öffentlicher (Verkehrs-)Raum verloren gehen. Auch die beispiellosen Überschwemmungen im vergangenen September sind aus solchen Überlegungen nicht mehr wegzudenken.

Gestaltung: Kaspar Arens

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