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Europa-Journal
Bulgarien und der Euro, Estland, Schweiz
Bulgarien: Euro-Einführung in politisch turbulenten Zeiten +++ Estland: Ostsee-Insel Hiiumaa trainiert für den Ernstfall +++ Schweiz: Der ewige Streit ums schmutzige Goldgeschäft
9. Jänner 2026, 18:25
Bulgarien: Euro-Einführung in politisch turbulenten Zeiten
Mit dem Jahreswechsel ist Bulgarien das 21. Mitglied der Eurozone geworden. Die Umstellung von der Nationalwährung Lew auf den Euro ist weitgehend reibungslos verlaufen - doch die Anspannung im Land ist groß. Die Menschen fürchten, dass mit dem Euro das Leben noch teurer wird. Eine Regierung, die beruhigen kann, fehlt - denn die ist im Dezember nach Protesten zurückgetreten. Im März stehen damit die achten Parlamentswahlen innerhalb von fünf Jahren an. Wie kann es in Bulgarien weitergehen? Und wie gehen die Menschen mit der neuen Währung um? Dazu hören Sie Stimmen aus Sofia und ein Interview mit Juristin und Polit-Influencerin Mimi Shishkova-Petrova.
Estland: Ostsee-Insel Hiiumaa trainiert für den Ernstfall
Spätestens seit den Luftraumverletzungen durch russische Kampfjets im Herbst ist Estland in Alarmbereitschaft. Unruhe herrscht vor allem auf der westlich von Tallinn gelegenen Insel Hiiumaa. Nur 150 Kilometer estländischen Festlands trennt Hiiumaa zu Russland. Die Insel wird oft als das erste Ziel der Russen genannt, falls sie Estland angreifen sollten. Nicht alle Estinnen und Esten vertrauen aber darauf, dass die NATO-Mitgliedschaft sie schützen wird - auch weil die USA das Bündnis aktuell vor eine Zerreißprobe stellen. Mit niederschwelligen Drohnen-Kursen bereitet Estland seine Bevölkerung deshalb selbst auf mögliche Aggressionen vor. Peter Sawicki berichtet aus Estland.
Schweiz: Der ewige Streit ums schmutzige Goldgeschäft
Vier der größten Goldraffinerien der Welt haben ihren Sitz in der Schweiz. Das Land exportiert bis zu 2.000 Tonnen Gold pro Jahr. Ein profitables Geschäft, denn Gold erlebt einen regelrechten Höhenflug. Die Schweiz ist seit 90 Jahren eine Drehscheibe für Gold. Darunter auch für Gold, das aus Kriegsgebieten oder mit umweltschädlichen Methoden gewonnen wird. Aus dem "dreckigen" Gold, wird dann "sauberes" gewaschen. Die Goldwäsche steht schon lange in der Kritik - jetzt wollen die Schweizer Raffinerien gegensteuern. Marion Flatz-Mäser berichtet aus der Schweiz.
Moderation: Martha Georgiew
