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Social-Media-Zensur vor Wahlen in Uganda
Wie die digitale Diktatur aufrüstet
9. Jänner 2026, 19:05
Einst galt das Internet für Afrikas Jugend als freier Raum, in dem man vieles sagen kann, was sonst in autoritären Regimen unmöglich ist. Doch damit ist es mittlerweile vorbei. Besonders vor Wahlen, wie im Jänner in Uganda, ist die Kontrolle über den digitalen Raum ein wichtiges Instrument, um Ugandas Präsident Yoweri Museveni die Wählerstimmen zu sichern. Denn die Bevölkerung Ugandas zählt zu einer der jüngsten weltweit. Mehr als Dreiviertel der rund 50 Millionen Uganderinnen und Ugander ist unter 35 Jahre alt und hat noch nie einen anderen Präsidenten erlebt. Sie wünschen sich Veränderung, was vor allem in den Sozialen Medien diskutiert wird. In den letzten Monaten sind bereits zahlreiche junge Aktivisten wegen Kommentaren auf der Videoplattform TikTok verhaftet, angeklagt und hart verurteilt worden - wohl auch, um ein klares Warnzeichen zu senden. Es gibt ein sogenanntes Computer-Missbrauchs-Gesetz, auf dessen Grundlage auch eine kleine Kritik gegenüber der Regierung als Amtsbeleidigung gegen den Präsidenten verstanden werden kann. Eine Reportage aus Uganda.
Wikipedia wird 25
Es ist jetzt mehr als ein Vierteljahrhundert her, da hatten zwei US-Amerikaner - der Unternehmer Jimmy Wales und der Philosoph Larry Sanger - eine sehr utopisch klingende Idee: Sie wollten ein kostenloses Online-Lexikon erstellen, das von vielen ehrenamtlichen Idealisten geschrieben wird. Was damals nur wenige für möglich hielten, hat tatsächlich funktioniert: am 15. Jänner feiert die Online-Enzyklopädie Wikipedia ihr 25-jähriges Bestehen.
Heute ist Wikipedia nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Das Lexikon umfasst rund 66 Millionen Artikel in über 300 Sprachen, davon mehr als drei Millionen Einträge auf Deutsch und es gehört zu den am häufigsten angeklickten Seiten im Netz. Allerdings steht Wikipedia aktuell auch vor Herausforderungen, nicht zuletzt durch politisch motivierte Anfeindungen und Künstliche Intelligenz. Ulla Ebner hat mit Peter Zlabinger von Wikimedia Österreich über Geschichte und Zukunft von Wikipedia gesprochen.
Service
Wikimedia Österreich: Termine zu 25 Jahre Wikipedia
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