Donald Trump vor einer Karte des "Gulf of America"

APA/AFP/Jim WATSON

Klartext

Heute Venezuela, morgen Grönland, übermorgen Kuba?

Der neue Imperialismus der USA

Seit Donald Trump vor einem Jahr für seine zweite Amtszeit ins Weiße Haus in Washington eingezogen ist, hat er die Welt verändert - und vielfach auch in Angst und Schrecken versetzt. Besonders hoch ist die Schlagzahl seiner völkerrechtlichen Tabubrüche seit Jahresbeginn: Erst führte das US-Militär in Venezuela eine Militäraktion durch, verhaftete den autoritären Machthaber Nicolas Maduro und verbrachte ihn in die USA, wo er wegen Drogenhandels angeklagt wurde. Offenbar beflügelt durch diesen Erfolg erneuerte der US-Präsident seinen Besitzanspruch auf die zu Dänemark gehörende riesige Arktisinsel Grönland und untermauerte diesen mit der Drohung, auch eine Annexion sei nicht ausgeschlossen. Das hat zu heller Aufregung in EU-Ländern und bei NATO-Verbündeten geführt. Und auch bei den Massenprotesten im Iran, die vom dortigen Regime brutal niedergeschlagen werden, versuchen die USA mitzumischen. Auch dem Iran hat Donald Trump mit militärischem Eingreifen gedroht - ob es Washington um einen Regimewechsel geht, einen neuen Atomdeal oder etwas anderes, ist unklar.

Was wurde aus "America First"? Welche geopolitischen Absichten stecken hinter diesen neokolonialistisch anmutenden Interventionen und Drohungen? Und welche Schlüsse sollte Europa daraus ziehen?


Darüber diskutieren:

Cathryn Clüver Ashbrook, Expertin für transatlantische Beziehungen und US-Politik, Bertelsmann Stiftung, Berlin
Walter Feichtinger, Militär- und Geopolitikexperte, Center für Strategische Analysen, Wien
Gudrun Harrer, Nahostexpertin und Autorin

Diskussionsleitung: Elisa Vass

Service

Podcast abonnieren

Sendereihe