Radiogeschichten Spezial
Ö1 Essay: Warum das Rechts-Links-Schema nicht überholt ist
Peter Hoeres: "Rechts und links. Zur Karriere einer folgenreichen Unterscheidung in Geschichte und Gegenwart". Es liest Rafael Schuchter.
30. Jänner 2026, 11:05
Der deutsche Historiker Peter Hoeres, Professor an der Universität Würzburg, legt mit "Rechts und links. Zur Karriere einer folgenreichen Unterscheidung in Geschichte und Gegenwart" eine Erkundung zu der weit verbreiteten politischen und kulturellen Ordnungskategorie vor. Allen Prognosen vom Ende der Links-Rechts-Dichotomie zum Trotz, verorten sich Menschen heutzutage noch problemlos auf dieser Skala, ob in der Mitte oder rechts beziehungsweise links davon. Hoeres verfolgt die Spuren dieses Schemas quer durch Geschichte, Religionen, Sprachen und Kulturen. Dabei stellt er grundlegende Fragen: Warum galt über Jahrhunderte hinweg die rechte Seite als die "gute"? Und weshalb kehrte sich diese symbolische Ordnung im Zuge der Französischen Revolution um? Hoeres' Buch zeigt, warum die Unterscheidung zwischen rechts und links weiterhin wirkmächtig ist und weshalb wir auch in der Gegenwart nicht ohne sie auskommen.
Service
Peter Hoeres, "Rechts und links: Zur Karriere einer folgenreichen Unterscheidung in Geschichte und Gegenwart (Klampen Essays)", zu Klampen Verlag, 2025
Sendereihe
Gestaltung
- Natasa Konopitzky
