Buchstapel und Kugelschreiber

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Tonspuren

Vom Schreiben über die Krankheit Krebs

"In dem Moment, als die Ärztin ,bösartiger Tumor' sagte, wusste ich: ich will, ich muss, ich werde darüber schreiben", erinnert sich die Schriftstellerin Ruth Schweikert. Denn das Schreiben sei ihre Möglichkeit, Ereignisse zu verstehen und auf sie zu reagieren. Das galt auch für ihre eigene Krebserkrankung, über die sie einen bewegenden Essay verfasste. 2023 starb Ruth Schweikert an den Folgen einer besonders aggressiven Form von Brustkrebs.

Mit der Diagnose ändert sich alles. Auf einmal ist man Patient, bekommt einen straffen Behandlungsplan, einen Port und ein hinten offenes Krankenhaushemd. Oft wird während der Therapie die Haut stumpf, die Haare fallen aus. Bin ich wirklich nur noch Patient? Ist der Krebs mein Feind? Was erlebe ich, wenn ich krank bin? Welche Freiheiten habe ich noch? Und wer bin ich, wenn ich überlebt habe?

Diese Fragen stellen die Autor:innen Bettina Hitzer ("Krebs fühlen"), Stefan Hornbach ("Den Hund überleben"), Sander Kollaard ("Stadium IV") und Ruth Schweikert (1964-2023, "Tage wie Hunde") in ihren Büchern.

"Man stirbt ja nicht so zackbumm"
Vom Schreiben über die Krankheit Krebs
Feature von Katharina Borchardt
(SWR 2023)

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