Radiokolleg

Phänomen Stau (3)

Sand im Logistikgetriebe

Die Grundlage unserer Dienstleistungsgesellschaft bilden "Just in Time" Lieferungen. Damit alles rechtzeitig am richtigen Ort geliefert wird, bedarf es genau abgestimmter Logistikketten. Neben der Schiene und der Straße umfassen diese auch Flugzeuge und Schiffe. Kommt es zu unerwarteten Zwischenfällen müssen Warenströme großflächig umgeleitet und manchmal sogar auf andere Transportmittel verladen werden. Erschwerend kommt hinzu, dass der Welthandel an bestimmten Knotenpunkten chronisch überlastet ist. So wird ein Viertel des globalen Güterverkehrs über die 800 Kilometer lange und an der engsten Stelle nur 50 Kilometer breite Straße von Malakka abgewickelt. Auch der Panamakanal ist für große Containerschiffe mittlerweile zu klein. Mehrtägige Schiffstaus vor der Durchfahrt sind die Regel. Um Staus in allen Bereichen zu reduzieren, soll künftig die KI die Orchestrierung übernehmen. Kommen wichtige Lieferströme ins Stocken werden diese automatisch auf alternative Verkehrsmittel umgeleitet. Am Ende der Logistikkette stehen oft LKW-Fahrer. Überschreiten sie im Stau ihre gesetzlich zugelassene Höchstarbeitszeit müssen sie pausieren - auch dann, wenn sie nur wenige Kilometer von zu Hause entfernt sind.

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  • Andreas Wolf