Schokoladen Geld auf einem Rasen

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Im Fokus - Religion und Ethik

Im Spannungsfeld von Sport und Ethik

Aktuell im Fokus: Kopftuchverbot - "Aufklärungsphase" beginnt +++ Thema im Fokus: Von großen Leistungen und fragwürdigen Praktiken - Im Spannungsfeld von Sport und Ethik +++ Serie: Wie kam die Schlange in den Apfelbaum? - Fehlübersetzungen in der Bibel +++ Moderation: Alexandra Mantler

Aktuell im Fokus: Kopftuchverbot - "Aufklärungsphase" beginnt

Nach den Semesterferien beginnt an Österreichs Schulen die sogenannte Aufklärungsphase, in der betroffene muslimische Schülerinnen bis zum vollendeten 14. Lebensjahr darüber informiert werden, dass sie in der Schule kein Kopftuch mehr tragen dürfen. Ein entsprechendes Gesetz wurde Mitte Dezember im Nationalrat beschlossen, in Kraft tritt es am 1. September 2026, also mit Beginn des kommenden Schuljahres. Die IGGÖ, die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich, will den Verfassungsgerichtshof anrufen, der bereits 2020 ein ähnlich lautendes Gesetz als verfassungswidrig erkannt hat. Nachdem vergangenen Sommer ein Wiener Gericht zwei Streitparteien in einem konkreten zivilrechtlichen Fall die Anwendung der Scharia, des muslimischen Rechtssystems, erlaubt hat, haben sowohl ÖVP als auch FPÖ zuletzt die Möglichkeit eines Scharia-Verbots in den Raum gestellt. Die Politologin Kathrin Stainer Hämmerle bezeichnet den Vorstoß als populistisch und an der Wirklichkeit vorbeigehend, denn Regelungen der Scharia dürfen in Österreich nur angewandt werden, wenn sie nicht im Widerspruch zum österreichischen Gesetz stehen. Lisa Ganglbaur über Gesetzesvorschläge und Verordnungen, die besonders Musliminnen und Muslime betreffen.

Im Studio spricht Judith Fürst mit dem Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Ümit Vural, über das Kopftuchverbot für Mädchen bis zum vollendeten 14. Lebensjahr an Österreichs Schulen, über die Diskussion rund um die Scharia sowie über Probleme im Zusammenhang mit Integration und darüber, wie sie gelingen kann.


Thema im Fokus: Von großen Leistungen und fragwürdigen Praktiken - Im Spannungsfeld von Sport und Ethik

Körperliche Übergriffe bis hin zur sexualisierten Gewalt sind im Spitzensport (und nicht nur dort) ein verbreitetes Phänomen, das lange Tabu war und erst in den vergangenen Jahren zunehmend thematisiert wird. Auch die extrem hohen Einkünfte vieler Sportstars (allen voran der männlichen Fußballspieler) sind ein Punkt, der aus ethischer Perspektive kritisch hinterfragt werden kann. Ebenso wie die Transfersummen, die bezahlt werden, wenn ein Spieler den Verein wechselt. 222 Millionen Euro betrug die Summe, die der Verein Paris Saint-Germain für seine damalige Neuerwerbung Neymar bezahlt hat. Dazu kommt die Frage: Kann man Sportlerinnen und Sportler überhaupt kaufen und verkaufen? Wo werden aus ethischer Sicht Grenzen überschritten?
Aber auch: Wo liegen die positiven Aspekte des Spitzensports? Wie kann er es schaffen, Role-Models für Jugendliche aus benachteiligten gesellschaftlichen Gruppen zu kreieren? Welche positiven Auswirkungen hat er auf den Breitensport und damit auch die Gesundheit innerhalb der Bevölkerung? Wie kann er das Gemeinschaftsgefühl innerhalb einer mehr und mehr polarisierten Gesellschaft fördern? Fragen wie diesen ist Brigitte Krautgartner nachgegangen - kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele.


Serie: Wie kam die Schlange in den Apfelbaum? - Fehlübersetzungen in der Bibel

Traduttore - tradittore, so lautet ein Sprichwort aus dem Italienischen. Es besagt, dass Übersetzende nur allzu oft den Originaltext verraten, weil sie bei er Übertragung in eine andere Sprache den Sinn verfremden. Das kann mit Absicht geschehen oder durch einen Irrtum. Manchmal lässt das Original auch mehrere, inhaltlich sehr verschiedene Übersetzungen zu. Übersetzende müssen sich dann für eine Variante entscheiden, was im Fall von heiligen Texten - konkret der Bibel - besonders gravierende Auswirkungen hat(te). Brigitte Krautgartner hat mit Fachleuten darüber gesprochen.

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