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Radiogeschichten
Gert Jonke, Sprach- und Klangkünstler
"Schule der Geläufigkeit". Von Gert Jonke (anl. seines 80. Geburtstages am 8. Februar 2026). Es liest Markus Hering (Ausschnitt).
5. Februar 2026, 11:05
Gert Jonke, am 8. Februar 1946 in Klagenfurt geboren, erhielt seine musikalische Ausbildung in den Fächern Klavier, Harmonielehre und Kontrapunkt. Ab 1968 studierte er Germanistik, Geschichte, Philosophie und Musikwissenschaften in Wien. 1969 erschien Jonkes erstes Buch, "Geometrischer Heimatroman", und er war 1977 der erste Preisträger des neu geschaffenen Ingeborg-Bachmann-Preises. Gert Jonke schrieb neben Romanen, Prosa und Essays Drehbücher, Hörspiele und Theaterstücke und wurde vielfach ausgezeichnet (u.a. mit dem Kleistpreis und dem Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur) . Mehrfach erhielt er den Nestroy-Preis als "bester Autor": für die am Burg- bzw. Akademietheater uraufgeführten Theaterstücke "Chorphantasie"(2003), "Die versunkene Kathedrale"(2006) und "Freier Fall"(2008). Gert Jonke starb 2009 im Alter von 62 Jahren.
Gert Jonkes Schreiben zeichnet ein gesellschaftskritischer Ansatz aus, inhaltlich ist die Musik in seinem Schreiben immer präsent: in der Wahl der Titel, der Stoffe, Motive und Figuren.
Gert Jonkes Erzählung "Schule der Geläufigkeit" ist ein Spiel mit Gegenwart und Erinnerung. Ein Komponist erzählt darin zwei Geschichten, die für ihn und sein Leben von entscheidender Bedeutung sind. In der ersten ist der Komponist auf ein Fest eingeladen, das die genaue Wiederholung des Festes vom vorherigen Jahr zu sein scheint. In der zweiten Geschichte verirrt sich der Komponist mit seinem Bruder, dem Klavierspediteur, auf dem Dachboden des Konservatoriums, an dem sie beide einst Musik studiert hatten.
Service
Gert Jonke, "Schule der Geläufigkeit", Erzählungen, mit einem Nachwort von Jochen Jung, Suhrkamp Verlag (Bibliothek Suhrkamp 1401)
Sendereihe
Gestaltung
- Stefanie Zussner
