Vorgestellt
Schubert-Symphonien mit Paavo Järvi aus Bremen
Die "Tragische" und die "Unvollendete" in aufregenden neuen Deutungen mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Paavo Järvi
6. Februar 2026, 11:30
Sechs bezaubernde Jugendsymphonien hat Franz Schubert im Alter von 16 bis 21 Jahren geschrieben - für das Schülerorchester seiner Sängerknabenzeit oder für Liebhabervereinigungen des Wiener Biedermeier. Allerdings war ihm zeitlebens nicht beschieden, mit diesen Werken im öffentlichen bürgerlichen Konzertleben Fuß zu fassen. Im Urteil der unmittelbaren Nachwelt standen sie tief im Schatten Beethovens. Außergewöhnliches, ja Epochales gelang Schubert erst später - mit der "großen" C-Dur-Symphonie DV 944 als einsamem Gipfel.
Wenn Paavo Järvi mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen nach Beethoven, Schumann und Brahms nun eine Gesamtaufnahme der Symphonien Schuberts angeht, dann wohl auch deshalb, um dergleichen vorgefasste Meinungen und vermeintlich in Stein gemeißelte historische Urteile zumindest zu überdenken, in wichtigen Belangen zurechtzurücken, wenn nicht sogar als Ganzes zu revidieren.
Den Anfang machen das erfolgreiche, vielfach preisgekrönte Gespann mit der Vierten, der sogenannten "Tragischen", und der "Unvollendeten", dem berühmtesten Fragment aus Schuberts Phase des Suchens und Experimentierens in den Jahren 1818 bis 1822.
Service
Aktuelle Aufnahme:
"Schubert: Symphonies No. 7 & 4"
Ausführende: Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Paavo Järvi (Leitung)
Label: Sony RCA
Sendereihe
Gestaltung
- Walter Weidringer
