Alte Musik - neu interpretiert
Christophe Rousset live im ORF Radiokulturhaus
Eine extravagante Opern-Parodie im Theater an der Wien
11. Februar 2026, 19:30
Ein besonderes Bühnenwerk steht von 28. Februar bis 11. März auf dem Spielplan des Musiktheaters an der Wien: "L'opera seria". Diese dreiaktige Commedia per musica von Florian Leopold Gassmann - entstanden 1769 für das damalige Wiener Burgtheater - ist eine überdrehte Persiflage auf die spätbarocke Oper - eine Parodie auf die Exzesse, den Starkult und Pomp jener Zeit. Das französische Originalklang-Ensemble Les Talens Lyriques erweckt in der Inszenierung von Laurent Pelly das aberwitzige Werk zu neuem Leben.
Les Talens Lyriques, gegründet 1991, zählen zu den führenden Barock-Spezialisten Frankreichs und waren schon mehrmals mit konzertanten und szenischen Opernaufführungen im Theater an der Wien zu Gast. Der barocken Oper gilt eine besondere Vorliebe des Ensemble-Gründers und Leiters Christophe Rousset. Jetzt bringt der Cembalist und Dirigent "L'opera seria" des Komponisten Florian Leopold Gassmann und des Librettisten Ranieri de' Calzabigi zurück an den Ort ihrer Uraufführung. Gemeinsam mit dem Dramaturgen Kai Weßler erzählt Christophe Rousset vom Hintergrund des Opernstreichs "L'opera seria" und von anderen aktuellen Projekten des weltweit gefragten Ensembles - das während seines Gastspiels in Wien auch Wolfgang Amadeus Mozarts frühe Oper "Ascanio in Alba" zur Aufführung bringt. Mitwirkende der Premiere von "L'opera seria" am 28. 2. geben Kostproben zum Besten.
