Mann nach einer Hüft-OP auf einer Bank sitzend mit Krücken, Krankenhaus

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Aus der Hüfte

Safe Sex im Narrenturm: Comeback der Geschlechtskrankheiten ++ Tipps bei Durchschlafproblemen ++ Live Am Puls - Sprechstunde: Neue Hüfte - neues Glück | Gäste: Micha Komjati, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie; Anna Stossier, Physiotherapeutin | Moderation: Ronny Tekal | Anrufe 0800 22 69 79 | E-Mail: ampuls@orf.at

Neue Hüfte - neues Glück

Im Laufe eines Lebens umrunden wir rechnerisch etwa vier Mal den Äquator zu Fuß. Mit jedem Schritt belasten wir damit unsere Hüftgelenke mit dem Mehrfachen unseres Körpergewichts. So kann es mit zunehmendem Alter zu Verschleißerscheinungen, der sogenannten Coxarthrose, kommen. Doch auch Bewegungsmangel und langes Sitzen schwächen und verkürzen die umgebende Muskulatur, der Hüftknorpel wird abgerieben, bis Knochen auf Knochen reibt.
Wird der Leidensdruck zu groß und gerät die Physiotherapie an ihre Grenzen, so kommt ein Gelenksersatz (Totalendoprothese, TEP) zum Einsatz: Die Eingriffe werden heute meist minimalinvasiv und damit deutlich schonender als früher durchgeführt. Nach einiger Zeit vergessen viele Patientinnen und Patienten die immer anatomie-gerechteren Implantate im Alltag fast. Während eine Operation bei akuten Ereignissen, wie etwa einem Oberschenkelhalsbruch, naturgemäß sehr zeitnah erfolgt, muss man sich sonst in Geduld üben - so man nicht privat versichert ist. Die aktuelle Diskussion um monate-, je nach Bundesland mitunter auch jahrelange Wartezeiten spitzt sich zu. Im Schnitt muss man in Österreich mit rund 28 Wochen Wartezeit rechnen - jene auf einen zuvor benötigten Facharzttermin nicht eingerechnet.
Ronny Tekal spricht mit seinen Gästen darüber, wie man pfleglich mit seiner alten und auch der neu eingebauten Hüfte umgeht.

Gäste:

Micha Komjati, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, 1. Orthopädische Abteilung im Herz Jesu Krankenhaus, Wien.

Anna Stossier, Physiotherapeutin, Praxisraum Ternitz, NÖ


Safe Sex: Ausstellung im Narrenturm

Laut neuesten Untersuchungen des ECDC (European Center of Disease Control) ist die Zahl der sexuell übertragbaren Infektionen (STIs) wieder im Steigen begriffen. Schätzungen der WHO zufolge kommt es europaweit täglich zu circa 1 Million Übertragungen. Aktuell gelten Syphilis, Gonorrhoe, Chlamydien, Hepatitis und HIV in Europa als die "Big Five" der Geschlechtskrankheiten. Die Scham, darüber zu sprechen, ist groß.
So widmet sich die aktuelle Sonderausstellung im Wiener "Narrenturm" dem Thema. Ab 1784 waren im runden, 5-stöckigen Gebäude sogenannte "Geisteskranke" untergebracht, nun ist es ein Museum.
Maria Harmer hat sich von Eduard Winter, dem Sammlungsleiter der pathologisch-anatomischen Schausammlung des Naturhistorischen Museums Wien durch die Ausstellung "Safe Sex: Comeback der Geschlechtskrankheiten" führen lassen.

Sonder-Ausstellung
Safe Sex - Comeback der Geschlechtskrankheiten

Narrenturm, Spitalgasse 2, 1090 Wien
noch bis 18. April 2026


Rubrik "Eine Frage noch"
"Was tun bei Einschlafstörungen..?"
Die Antwort kommt von der "Schlafcoachin" Melanie Pesendorfer

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