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Babymilch-Skandal: Foodwatch kritisiert "stille Rückrufe"

Bereits Mitte Dezember 2025 erfuhr die Verbraucherorganisation Foodwatch davon, dass in einem Werk des Lebensmittelmultis Nestlé der Giftstoff Cereulid in Babymilch gelangt war. Am 5. Jänner startete Nestlé in Österreich einen Rückruf von Babymilch-Produkten. Tatsächlich war es aber schon während der Weihnachtsfeiertage zu einem "stillen Rückruf" gekommen. Betroffene Nestlé-Produkte waren aus den Regal genommen worden, ohne, dass die Öffentlichkeit darüber informiert wurde. Dasselbe Prozedere wiederholte sich im Jänner mit Danone. Parallel dazu meldeten sich 200 besorgte Familien bei Foodwatch und berichteten von erkrankten Babys, ein Kind musste sogar fünf Tage lang ins Spital.

Foodwatch Frankreich hat, gemeinsam mit acht betroffenen Familien, Klage gegen Nestlé und Danone eingereicht, Foodwatch Österreich könnte dem französischen Beispiel bald folgen. Kritisiert wird vor allem die Praxis des "stillen Rückrufs", die aus Sicht der Organisation gegen EU-Recht verstößt. Das Sozialministerium versucht indes zu beruhigen: Es handle sich beim gesamten Vorgang um ein übliches, gesetzeskonformes Vorgehen. Auch Nestlé und Danone Österreich bestreiten die Vorwürfe von Foodwatch: Es gebe keinen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Krankheitssymptomen und dem Konsum von Produkten der beiden Unternehmen.

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