Ausschaltknopf

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Radiokolleg

Der Ausschaltimpuls (1)

Resultat ästhetischer Grenzüberschreitungen

Das Wort ist nicht sehr verbreitet, aber doch einer der größten Feinde von Medienmanagerinnen und Programmgestaltern. Was bedeutet der
der Ausschalt-Impuls für Quoten, Reichweiten und Medien, wie kann man ihn vermeiden? Was hat die Reizüberflutung damit zu tun und die oft Mainstream-geprägte Erwartungshaltung des Publikums, und kann der Ausschaltimpuls auch als positive Intervention verstanden werden?

Was darf es sein: Einstürzende Neubauten, Slipknot, Stockhausen oder John Cage? Die Auslotung von Hörerfahrungen, Publikumsreaktionen und Grenzen - auch Grenzen des sogenannten "Guten Geschmacks" - ist eine der wesentlichen Aufgabenstellungen zeitgenössischer Avantgarde-Kunst. Wie weit aber kann diese in Mainstream-Medien stattfinden? Oder, andersherum gefragt: bedarf es eigener (Minderheiten-)Reservate, Gefäße und Erfahrungsbereiche, um diese Konfrontation und potentielle Kollision stattfinden zu lassen? Und, wenn ja, wie lassen sich diese Zonen ausgestalten, in einen Programmfluss einbetten und die Erwartbarkeit von Ghettoisierung und Ausschaltimpulsen vermeiden?

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  • Walter Gröbchen